Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2025/121: Unterstützung der Kandidatur, Vorbereitung und Durchführung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038 in der Schweiz – Grundsatz- und Planungsbeschluss · 19 Seiten

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Die Frage der demokratischen Legitimation für eine Bundesbeteiligung wird von mehreren Parteien als zentral erachtet. Forderungen nach einem fakultativen Referendum auf Bundesebene werden

u. a. damit begründet, dass das Projekt aufgrund seiner Tragweite eine breite politische Abstützung benötige (Grüne, SP, SVP). Einige Parteien unterstützen hingegen die Einschätzung des Bundesrats, wonach der Beschluss nicht von grosser Tragweite sei (FDP, Junge Mitte, Die Mitte).

Als Chancen heben mehrere Parteien die Stärkung des nationalen Zusammenhalts, die Sportförderung, die internationale Sichtbarkeit der Schweiz sowie Impulse für Innovation, Tourismus und Wirtschaft hervor (Die Mitte, EVP, FDP, Grüne, Jungfreisinnige, Junge Mitte, SP). Mit den Paralympischen Winterspielen wird wiederholt als Möglichkeit genannt, Inklusion, Gleichstellung und Barrierefreiheit zu fördern

(EVP, Grüne, Junge Mitte, SP).

Beim Austragungskonzept wird der dezentrale Ansatz mit konsequenter Nutzung bestehender Infrastrukturen breit begrüsst, da er ökologische und finanzielle Risiken reduziert (EVP, GLP, Grüne, SP). Gleichzeitig wird auf potenzielle Belastungen für alpine Ökosysteme, die Bedeutung nachhaltiger Mobilität und die Einhaltung raumplanerischer Vorgaben hingewiesen (Grüne, SP).

Ein positives langfristiges Vermächtnis durch die Spiele wird als wichtig erachtet. Gefordert werden u.a. Entwicklungen in Sport und Gesellschaft, Innovationen bzgl. Infrastruktur, Eventmanagement und Nachhaltigkeit sowie den Ausbau von öffentlichen Verkehrsangeboten (Die Mitte, FDP, Grüne)

In Bezug auf Nachhaltigkeit fordern einzelne Parteien verbindliche ökologische Standards und Ziele, darunter u.a. CO₂-Reduktion, Klimaneutralität, Schutz der Biodiversität sowie eine glaubwürdige und unabhängige ökologische Evaluation (GLP, Grüne, SP). SP und Grüne fordern auch soziale Nachhaltigkeit (gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und Schutz vor Ausbeutung) ein.

Schliesslich betonen einzelne Parteien die Wichtigkeit klarer Governance-Strukturen, hoher Transparenz, Einhaltung gesetzlicher Standards und der frühzeitigen Einbindung relevanter Anspruchsgruppen

(Die Mitte, SP).

3.3.4 Dachverbände

Die Dachverbände unterstützen die Kandidatur im Grundsatz. Viele Organisationen begrüssen den hohen privaten Finanzierungsanteil und den Verzicht auf staatliche Defizitgarantien. Gleichzeitig verlangen sie eine klare Begrenzung öffentlicher Risiken sowie volle Transparenz über Kosten und Verantwortlichkeiten (GastroSuisse, SAV, sgv). Eine Mehrheit erachtet das Engagement des Bundes als verhältnismässig, Einzelne erhoffen sich einen grösseren (SSV) bzw. geringeren Bundesbeitrag (SGB).

Als Chancen werden die internationale Sichtbarkeit, eine Stärkung des Tourismus, wirtschaftliche Impulse, Wertschöpfung und eine nachhaltige Förderung des Sports gesehen (ASSA, IG Sport Schweiz, STV, SSV, SAB). Besonders hervorgehoben wird die paralympische Dimension als Chance für Inklusion, Barrierefreiheit und gesellschaftliche Teilhabe (Inclusion Handicap, Procap Schweiz).

Das dezentrale Organisation, welche bestehende Infrastruktur nutzt und alle vier Sprachregionen einbezieht, wird breit unterstützt. Es wird jedoch betont, dass betroffene Regionen, touristische Organisationen und Branchen frühzeitig und verbindlich eingebunden werden müssen, um Umsetzbarkeit und Belastungssteuerung sicherzustellen (GastroSuisse, SGV, STV).

Im Bereich Nachhaltigkeit fordern mehrere Verbände verbindliche ökologische Standards, darunter klimafreundliche Mobilität, Ressourcenschonung, Einschränkung von Neubauten, Rückbau temporärer