Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2025/121: Unterstützung der Kandidatur, Vorbereitung und Durchführung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038 in der Schweiz – Grundsatz- und Planungsbeschluss · 19 Seiten
Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 9Fedlex · Ergebnisbericht
3.3.5.2 Sportverbände und - organisationen
SOA beurteilt die Durchführung von OPWS 2038 in der Schweiz äusserst positiv und hebt das gesamtschweizerische, dezentrale Konzept hervor. SOA hält die Beteiligung des Bundes für verhältnismässig und erachtet die überwiegend private Finanzierung als tragfähig und realistisch. Der Dachverband betont zudem die Fachkompetenz der nationalen Sportverbände und die Erfahrungen der vorgesehenen Austragungsorte in der Durchführung internationaler Sportanlässe, welche eine erfolgreiche, regional verankerte Austragung der OPWS ermöglichen sollen. Vordergründig sieht SOA Chancen bzw. positive Impulse, welche von OPWS 2038 in der Schweiz ausgehen können in den Bereichen Sportförderung (Leistungs- und Breitensport, körperliche Aktivitäten bei Kindern und Jugendlichen, Gesundheitsprävention etc.), Wirtschaft (Tourismus, Innovation, Arbeitsplätze) und nationaler Zusammenhalt (föderalistische Zusammenarbeit, Sport als verbindender und werteorientierter Gesellschaftsbereich, Inklusion, Integration etc.)
Identische bzw. weitgehend übereinstimmende Aussagen wie bei SOA finden sich bei: Rollstuhlsport
Schweiz, SFV, SIHF, Special Olympics, STV, Swiss Aquatics, Swiss Curling, Swiss Equestrian, Swiss Golf, Swiss Judo & Ju-Jitsu, Swiss Orienteering, Swiss Paralympic, Swiss-Ski.
Alle Sportverbände unterstützen die Kandidatur im Grundsatz und sehen darin eine breite sportliche und gesellschaftliche Chance. Die paralympische Dimension wird regelmässig als wesentlicher Faktor für Barrierefreiheit, Inklusion und ein verstärktes Bewusstsein für gleichberechtigte Teilhabe her-
vorgehoben (Rollstuhlsport Schweiz, Special Olympics, Swiss Paralympic).
Viele Verbände unterstützen den dezentralen Austragungsansatz, insbesondere aufgrund der Nutzung bestehender Infrastrukturen und der föderalen Einbettung. Im Bereich Nachhaltigkeit fordern einzelne Verbände die Einhaltung verbindlicher Standards (Klimaziele; SAC, Swiss-Ski).
Alle Sportverbände teilen die Auffassung des Bundesrates, wonach der Grundsatz- und Planungsbeschluss keine erhebliche Tragweite im Sinne von Art. 28 Abs. 3 Parlamentsgesetz (ParlG) aufweist und daher nicht dem fakultativen Referendum zu unterstellen ist.
3.3.5.3 Weitere Organisationen
Die weiteren Organisationen vertreten ein breites Spektrum gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Interessen. Eine Mehrheit unterstützt die Kandidatur im Grundsatz.
Ein grosser Teil der Organisationen sieht wirtschaftliche Chancen, insbesondere durch erhöhte internationale Sichtbarkeit, touristische Impulse und zusätzliche Nachfrage in Hotellerie, Gastronomie und regionalen Dienstleistungen. Sie betonen, dass lokale Anbieter und Organisationen frühzeitig eingebunden und wirtschaftliche Effekte breit verteilt werden sollten (Hotellerie Suisse, Luzern Tourismus,
OYM, SBS, Zürich Tourismus).
Mehrere Organisationen heben die Bedeutung eines nachhaltigen Gesamtkonzepts hervor. Dazu gehören der Schutz von Natur- und Kulturlandschaften, ressourcenschonende Bauweisen, klimafreundliche Mobilität sowie die Minimierung temporärer Eingriffe (CIPRA, Pro Natura, SL, Region Albula, WWF Schweiz). Einige fordern darüber hinaus verbindliche ökologische Leitplanken, transparente Überwachung und langfristig wirksame Nachhaltigkeitsmassnahmen (CIPRA, Umweltorganisationen).
Die sozialen Aspekte werden stark betont, insbesondere Barrierefreiheit, Inklusion, Gesundheitsförderung und Prävention. Verschiedene Organisationen unterstreichen die Bedeutung der Spiele für Teilhabe und Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (Active Communication AG, autismus