Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2025/85: Botschaft Standortförderung 2028–2031 · 70 Seiten
Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 41Fedlex · Erläuternder Bericht
Digitalisierungsinitiativen im Bereich der KI oder der sozialen Medien bringen der Branche nicht nur Pionier-Know-how, sondern auch konkrete Zusatznutzen. Ein Beispiel dafür ist der Chatbot «hAIdi», eine KI-Plattform für Datenanalysen für den Schweizer Tourismus, welche im Jahr 2024 mit dem Award «Digital Innovation of the Year» ausgezeichnet wurde.
Die Führungsrolle von ST umfasst aber auch die Wahrnehmung von koordinativen Aufgaben, beispielsweise im Bereich der Digitalisierung. ST organisiert regelmässige Austausche mit den Digitalisierungsverantwortlichen der Tourismusregionen mit dem Ziel der Vernetzung, des Austauschs und des gegenseitigen Lernens.
Praxisbeispiele von Schweiz Tourismus: Programm «Travel Better»
Um die (internationalen) Gäste im ganzen Land zu verteilen, führt ST seit drei Jahren gemeinsam mit dem Bundesamt für Kultur die Kampagne «Verliebt in schöne Orte», im Rahmen derer weniger bekannte touristische Perlen gezielt beworben werden, durch. Und in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen «Creator Camp» werden internationale Influencer im Rahmen von organisierten Thementouren bewusst an weniger frequentierte Orte wie etwa das Oberwallis oder ins Rheintal geführt. Die grösste internationale Kampagne des Jahres 2024 (mit Roger Federer) hat ST erstmals nicht auf die Hauptreisezeiten ausgerichtet, sondern explizit den Herbst thematisiert. In den nordischen Ländern wurde in Zusammenarbeit mit dem nationalen dänischen Fernsehen eine Serie über einen Herbst-Aufenthalt in den Schweizer Alpen produziert und im Frühjahr 2025 ausgestrahlt, rechtzeitig zum Ferienplanungs-Termin für Herbstferien. Mit der «Bleisure»-Kampagne «Fly another day» werden gezielt Geschäftsreisende dazu motiviert, ein, zwei Tage zu verlängern und somit Business und Leisure zu verbinden.
ST wird im Regelfall durch etwas mehr als die Hälfte durch den Bund finanziert. Im Durchschnitt der Jahre 2016–2019 betrug der Anteil der Bundesmittel am Budget von ST 56,7 Prozent. Während der Covid-19-Pandemie ist der Anteil der Bundesmittel am Budget von ST aufgrund der befristeten Sondermittel des Bundes zur Unterstützung der Tourismusbranche angestiegen und betrug in den Jahren 2020–2023 im Durchschnitt 65,7 Prozent. Nach der Pandemie hat sich der Anteil der Partnermittel am Budget von ST wieder erhöht und der Anteil der Bundesmittel entsprechend reduziert. Im Jahr 2024 betrug der Anteil der Bundesmittel am Budget von ST 58,0 Prozent und lag damit nahe am Durchschnittswert von vor der Pandemie. Der Bund erwartet von ST, Drittmittel für das Landesmarketing zu generieren. Dazu kann ST Mitgliedern und Dritten Dienstleistungen anbieten, die im gesetzlichen Auftrag von ST liegen. Für die Beschaffung von Drittmitteln relevant sind zudem die von ST eingegangenen Partnerschaften mit Wirtschaftspartnern. Daneben finanziert sich ST über Mitgliederbeiträge.
3.3.2 Bundesbeschluss über die Finanzhilfe an Schweiz Tourismus für die Jahre 2028–2031
Antrag des Bundesrates
Der Bundesrat beantragt für ST einen Zahlungsrahmen (ZR) des Bundes für die Jahre 2028–2031 von insgesamt 188 Millionen Franken, d. h. von durchschnittlich 47,0 Millionen Franken pro Jahr (vgl. Tabelle 9). Für Aufsichtsaufgaben und strategische Grundlagenarbeiten im Bereich Schweiz Tourismus werden zudem