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Consultation 2005/43: Evolution future de la politique agricole (Politique agricole 2011) · 370 pages

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Rahmenbedingungen für Produktion und Absatz (2. Titel LwG)

ken.86 Weitere den Kulturen anrechenbare Arbeitsstunden werden für Vor- und Nachbearbeitung sowie für die Administration aufgewendet.

Abbildung 44 Schätzung der Deckungsbeiträge (DB-Betriebsplanung abzüg-

lich variable Maschinenkosten) wichtiger Ackerkulturen

Futtergerste2004

2009

Brotweizen

2009

inkl. EU-Reform Raps

Zuckerrüben

Kartoffeln

1 000 2 000 3 000 4 000 5 000 6 000 7 000 8 000 9 000

Fr./ha

Quelle: BLW

Die Herausforderung der Produzenten ist weiterhin, die Erlöseinbussen mit Produktivitätssteigerungen so weit als möglich wettzumachen. Mit gemeinsamen Lösungen müssen vermehrt Grösseneffekte genutzt werden, um Kapital- und Arbeitskosten je produzierte Einheit zu senken. Ziel des Bundes ist auch, durch Intensivierung des Wettbewerbs in vor- und nachgelagerten Stufen die Preise von Produktionsmitteln zu senken und in der Urproduktion erbrachte Preisminderungen den Konsumenten zukommen zu lassen.

2.1.4.2.8 Ist die gänzliche Abschaffung der Marktstützung eine Alternative?

Bei der Erarbeitung der Strategie für die Agrarpolitik 2011 wurde die Alternative einer gänzlichen Abschaffung der Marktstützung in Erwägung gezogen. Die Auswirkungen einer solchen Strategie können anhand von sensiblen Ackerbauprodukten, wie Ölsaaten, Körnerleguminosen und Zuckerrüben, illustriert werden. Die Erhaltung dieser Kulturen ist aus Gründen der Landesversorgung in der Palette der schweizerischen Agrarproduktion erwünscht. Sie hängt stark von ihrer relativen Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem Getreidebau und der extensiven Grünlandbewirtschaftung ab. Im historisch gewachsenen Gefüge der Agrarzölle verfügen Getreide und Kartoffeln über einen hohen, für die Erhaltung der Inlandproduktion genügenden Grenzschutz. Dies ist für die anderen Ackerkulturen nicht der Fall und muss durch Marktstützungen ausgeglichen werden, wenn ein Ackerbau mit funktionierender Fruchtfolge erhalten werden soll. Ohne diese Massnahmen würde der Anbau-

86 Schick M. und Stark R. (2003): Arbeitswirtschaftliche Kennzahlen zum Getreidebau, FAT-Bericht Nr. 604, Agroscope FAT Tänikon