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Consultation 2005/43: Evolution future de la politique agricole (Politique agricole 2011) · 370 pages

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Besonderer Teil 6: Kostensenkung und Verstärkung des Wettbewerbs

¾ Internationale Firmen schöpfen die hohe Kaufkraft der Schweizer Abnehmer

ab, soweit sie über die Beherrschung der Verkaufskanäle die Preisdifferenzierung zwischen den Ländern aufrecht erhalten können.

¾ Infolge der Kleinräumigkeit und der Nachfrage der Landwirte haben sich sehr

dichte Netze von Verkaufs- und Servicestellen gebildet. Dies bringt zum Beispiel bei den Landmaschinenhändlern kurze Distanzen bei Reparaturen, andererseits aber hohe Strukturkosten mit sich. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein Teil der Strukturkosten in die Preisgestaltung der Neumaschinen einfliesst.

¾ Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Maschinen in der Schweiz

tendenziell über eine teurere Grundausrüstung verfügen, insbesondere bei komplexeren Maschinen, wie Traktoren und Mähdreschern. Für einfachere Maschinen wie Eggen, Schleuderstreuer oder Pneuwagen ist dieses Argument hingegen kaum relevant.

¾ Die Schweizer Landwirtschaft ist ein kleiner Markt für Maschinen und Produk-

tionsmittel mit entsprechend geringen Bezugsmengen. Die kleine Absatzmenge kann zu unvorteilhafteren Konditionen bei der Preisgestaltung führen. Beispielsweise konnte vor ein paar Jahren der Schweizer Hauptimporteur eines bestimmten Fabrikats gesamthaft weniger Geräte als ein regionaler Händler in Deutschland beziehen.

Erfahrungsgemäss ziehen hohe Preise auch hohe Kosten nach sich, weil sich dann weniger effiziente Strukturen halten können. Dieser Tendenz ist nicht nur die Landwirtschaft selber unterworfen, sondern auch die vor- und nachgelagerten Stufen. Die nachfolgende Darlegung der Preisdifferenzen stellt in keiner Weise eine Anklage gegen bestimmte Branchen oder Firmen dar. Vielmehr geht es darum abzuschätzen, in welchem Ausmass die höheren Preise für Vorleistungen die Kosten der schweizerischen Landwirtschaft erhöhen und wie diese gesenkt werden können. Zumindest in der näheren Zukunft werden weiterhin wenn auch reduzierte Preisdifferenzen bestehen bleiben, weil sich zumindest ein Teil der Gründe nicht beseitigen lassen. Ausserdem hat der Staat wenig direkte Einflussmöglichkeiten um die Preisdifferenzen zu reduzieren (vgl. Ziff. 7.2). Allein die durch die angestellten Untersuchungen geschaffene Transparenz dürfte jedoch die Preisbildung auf den Märkten für landwirtschaftliche Vorleistungen beeinflussen.

7.1.1.1 Maschinen

Die Agroscope FAT hat in einer kürzlich erschienen Publikation die Maschinenkosten in der Schweiz und im umliegenden Ausland verglichen124. Bei neuen wie auch gebrauchten Maschinen besteht ein Preisunterschied insbesondere zwischen den in Deutschland und Frankreich angebotenen Maschinen und denjenigen in der Schweiz. Der direkte Import von neuen Maschinen durch die Landwirte selber hat in den letzten Jahren abgenommen und ist nur von geringer Bedeutung. Sicherheit im Service und partnerschaftliche Beziehung zum einheimischen Gewerbe dürften wesentliche Argumente für diese Entwicklung sein. Finanziell weniger bedeutend als der Import neuer Maschinen ist der Import von Occasionsmaschinen und von Ver-

124 FAT-Bericht Nr. 640: Preisvergleich von landwirtschaftlichen Maschinen, Juli 2005