Rapport sur les résultats

Consultation 2014/85: Révision partielle de l'ordonnance sur l'assurance-maladie (OAMal) et l'ordonnance sur les prestations dans l'assurance obligatoire des soins en cas de maladie (OPAS) · 147 pages

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kamentenpreise als oberen Benchmark verwenden.

Hiesige Preissenkungen werden darum Preissenkungen im Ausland nach sich ziehen. Angesichts der volkswirtschaftlichen Bedeutung der Pharmaindustrie für unser Land wäre es kontraproduktiv, bei den Medikamenten das gleiche oder gar tiefere Preisniveau wie im Ausland erreichen zu wollen. Die heutige Preisdifferenz zum Ausland (vgl. folgender Abschnitt) kann als Optimum angesehen werden, das aus Sicht der Kostenträger erreicht werden kann, ohne den Forschungsplatz Schweiz nachhaltig zu schwächen.

4) Preisniveau der Originalpräparate tiefer als bei anderen Produkten

Die Preisdifferenz der 200 umsatzstärksten, patentgeschützten Originalpräparate zu den bisherigen Vergleichsländern betrug gemäss Auslandspreisvergleich fünf Prozent. Diese Preisdifferenz ist tief, denn für sämtliche Verbrauchsgüter und Dienstleistungen ist sie gemäss Bundesamt für Statistik (BFS) höher, nämlich 30%. Selbst handelbare Produkte, die nicht forschungsintensiv sind, wie die Bekleidung und Schuhe, sind im Ausland 11% resp. 17% billiger. Insgesamt ist das Preisniveau der Konsumgüter 15% tiefer und damit mehr als doppelt so tief wie die Originalpräparate der Pharmabranche. Die Medikamentenpreise sind also trotz dem grossen, nationalen Interesse an Forschung und Entwicklung im Vergleich zum Ausland billiger als andere Produkte.

5) Medikamentenpreise sind kein Kostentreiber für die Krankenversicherer (Grundversicherung)

Die Medikamente, die in der Spezialitätenliste abgegeben werden, betragen pro versicherte Person Fr. 618.- pro Jahr (2012) und weisen ein durchschnittliches Kostenwachstum von 1.8% p.a. auf (2002-2012). Der Anteil der Medikamente an den Krankenversicherungskosten der Grundversicherung (OKP) ist im gleichen Zeitraum von 22% auf 19% gesunken, weil die Leistungen insgesamt stärker, nämlich um durchschnittlich 3.3% gestiegen sind. Beispielweise haben die Laborleistungen um 7.2% und die stationären Spitalkosten um 3.8% zugenommen.

Das Wachstum der Medikamentenkosten ist somit in den letzten zehn Jahren unterdurchschnittlich ausgefallen und ist damit nicht hauptverantwortlich für die Kostensteigerungen.

6) Fazit aus den allgemeinen Bemerkungen

- Die Schweiz muss ihre Innovationsfähigkeit bewahren, denn Industrien mit hoher Innovationstätigkeit sind zentral für unseren Wohlstand. Deshalb müssen diese Branchen sehr sorgfältig reguliert werden, damit sie sich entfalten können.

- Die Pharmaindustrie ist für die Schweiz eine sehr wichtige Branche. Regulierungen müssen die spezielle schweizerische Situation berücksichtigen und dürfen nicht einfach ausländische Regulierungskonzepte unreflektiert und einseitig übernehmen. Der Bund muss die nationalen Gegebenheiten in der Regulierung von Pharmaprodukten berücksichtigen.

- Aus Sicht der Wirtschaft ist der heutige Patentschutz zu erhalten und nicht mit neuen Regulierungen zu verwässern.

- Die Medikamentenkosten sind in den vergangenen Jahren unterdurchschnittlich gewachsen. Selbst aus einseitiger, finanzpolitischer Sicht wäre es nicht sinnvoll, für die Kostensenkung in diesem Bereich anzusetzen.

- Die Preise der Originalpräparate sind durch die Anwendung des Auslandspreisvergleichs in den vergangenen Jahren stetig gesunken, so dass sie heute im Vergleich