Rapport sur les résultats
Consultation 2015/14: 11.418 Iv.pa. LAMal. Accorder plus d'autonomie au personnel soignant · 140 pages
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Hinweise, Kritiken, Vorschläge, Anträge Verfasser Observations, critiques, suggestions, propositions Auteurs Osservazioni, critiche, suggerimenti, proposte Autori
& wirtschaftliche Rahmenbedingungen, welche den Ärztenetzen eine qualitativ hochste-
hende integrierte Medizin ermöglichen, zu schaffen. Die Grundversorgung der schwei-
zerischen Bevölkerung mit Gesundheitsleistungen steht bereits seit Längerem vor fol-
genden Herausforderungen:
- Die demographische Entwicklung lässt darauf schliessen, dass der Bedarf an Ge-
sundheitsleistungen weiter steigen wird.
- Auch der medizinische Fortschritt wird zu einem Mehrbedarf führen.
- Einer steigenden Zahl von Personen welche auf medizinische Leistungen angewiesen
sind, steht ein eher rückläufiges medizinisches Kollektiv gegenüber. Dies mitunter auch
wegen der sog. Feminisierung der Medizin, der Ausweitung von Teilzeitmodellen, der
Überalterung der Hausärzte wie auch der Beschränkung durch Numerus Clausus.
Diese Entwicklungen sind längst bekannt und die Leistungsbringer haben auch immer
wieder auf die Umstände hingewiesen. Die vor kurzem durch den Bundesrat beschlos-
sene Aufstockung der Studienplätze in Humanmedizin ist ein wichtiger und richtiger
Schritt, welcher jedoch die sich akzentuierende Problematik der Versorgungssicherheit
auch nicht lösen kann.
Pflegefachpersonen leisten seit jeher einen wichtigen und substantiellen Beitrag in der
Pflege von Patientinnen und Patienten. Jedoch möchten wir festhalten, dass die ange-
sprochenen Probleme bei der Versorgungssicherheit nicht durch Pflegekräfte gelöst
werden können und wir skeptisch sind, ob Pflegefachpersonen als eigenständige Leis-
tungserbringer gegenüber den Versicherern abrechnen sollen. Des Weiteren müsste
das entsprechende Gesetz genaue Anforderungen, insbesondere bezüglich der Qualifi-
kationen für abrechnungsberechtigtes Pflegefachpersonal definieren.
Wir verweisen an dieser Stelle auf die Vernehmlassung der Schweizerischen Akademie
der medizinischen Wissenschaften (SAMW) in Sachen Charta zur interprofessionellen
Zusammenarbeit. Dabei haben sich verschiedene Organisationen kritisch dazu geäus-
sert und klar festgehalten, dass auch die Frage nach der Verantwortung geklärt werden
muss.
Aus Sicht der integrierten Versorgung ist eine gute Zusammenarbeit mit den verschie-
denen Berufsgruppen unabdingbar. Dabei ist zu beachten, dass innerhalb dieser Teams
nicht neue Hierarchien eingeführt werden und bisher bereits im Bereich der integrierten
Versorgung tätige Mitarbeiter wie MPA und Spitexangestellte abgewertet werden.
Grundversorger in der integrierten Versorgung, die gerade bei der älteren und chronisch
kranken Bevölkerung die Hauptarbeit der medizinischen Versorgung erledigen, sind
eher auf gut ausgebildete MPA angewiesen. Schon heute übernehmen viele MPA Auf-
gaben der Koordination und Beratung. Zahlreiche Ärztenetze zeigen mit Projekten zu
Chronic Care auf, wie eine solche Versorgung praxisintern und schlank aufgestellt zu
bewerkstelligen ist. Für die Aufrechterhaltung der Grundversorgung auch in Zukunft und
die Weiterentwicklung der integrierten Versorgung scheint uns die Förderung und an-
gemessene Honorierung der Leistungen der MPA ein viel gewichtigeres Thema als die
selbständige Tätigkeit von Pflegefachpersonen.
Fazit
medswiss.net – wie bereits eingangs erwähnt – sieht der Absicht des Bundesrates im
Grundsatz positiv gegenüber, verlangt aber, dass den obenerwähnten Bedenken in der
Umsetzung Rechnung getragen wird.
2.3 Bemerkungen zu den einzelnen Bestimmungen des Projekts
Artikel 25 Absatz 2 Buchstabe a KVG
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Anordnung der Pflegeleistungen BE
Viele Pflegeleistungen, insbesondere in der Grundpflege, werden nicht von diplomierten