Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2002/23: Totalrevision der Tabakverordnung · 40 Seiten

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Eidgenössisches Departement des Innern Ergebnisbericht zur Vernehmlassung

Totalrevision Tabakverordnung

GE, VS, TI, FMH, IMSP und SGPG schlagen vor, dass das Rauchertelefon und die Webseite zum Ausstieg auf jeder Packung vermerkt sind. EKJ, EKTP, die GPS, SAJV, ZHMBA und 9 Gesundheitsorganisationen (AT, BEG, CIPRET VD, FSG, KLS, LLLU, SHS, VSFNE, ZüriRF) schlagen vor, nur die Telefonnummer und die Internetadresse ohne Postanschrift anzugeben. Es sollen das Rauchertelefon 0848 88 77 88 und die Internetseite www.stop-tabac.ch berücksichtigt werden.

SFA möchte nur die Telefonnummer vermerken. LLAG, LLCH und SEAAK machen darauf aufmerksam, dass eine möglichst einprägsame Telefonnummer gewählt werden soll. BAT bemerkt, dass Telefonnummer und Internetadresse variable Informationen sind, die eventuell bereits nicht mehr gültig sind, wenn die Packung auf den Markt kommt. BAT und JTI empfehlen den Ersatztext "Hier finden Sie Hilfe, wenn Sie das Rauchen aufgeben möchten: Befragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker", PA "Leben Sie rauchfrei – heute noch: Telefonnummer/Internetadresse". Zudem möchte PA das negativ belastete Verb "aufgeben" ersetzen.

Litera g

Die Warnung, gar nicht mit Rauchen anzufangen, komme auf der gekauften Zigarettenpackung zu spät; der zweite Teil des Warnhinweises soll deshalb gestrichen werden (AT, PA). Auch SG und EKDF schlagen vor, nur den Hinweis auf die rasche Abhängigkeit zu verwenden. SFA möchte analog zum französischen Text "sehr schnell abhängig" durch "stark abhängig" ersetzen.

Litera i

BS, die GPS, SAJV und 7 Gesundheitsorganisationen (AT, CIPRET VD, FSG, KLS, LLLU, SHS, VSFNE) empfinden die Formulierung "langsamer und schmerzhafter Tod" als zu abstrakt und möchten diesen Warnhinweis streichen.

Litera k und m

VS, PA und SFA kritisieren in diesen Warnhinweisen die vagen "kann"-Formulierungen.

Litera n

BS verlangt, eine Erklärung zur Schädlichkeit der aufgeführten Stoffe beizufügen, da die Bevölkerung diese nicht zwingend erkenne. FRC möchte diese Angaben als permanente Bezeichnung analog zum Teergehalt verwenden. PA empfiehlt als Ersatz die Formulierung "Tabakrauch ist radioaktiv und enthält die Gifte Benzol, Formaldehyd und Blausäure sowie Nitrosamine".

Weitere Vorschläge

BS, EKJ, EKTP, die GPS, SAJV und 10 Gesundheitsorganisationen (AT, ASN, CIPRET FR, CIPRET VD, FSG, KLS, LLLU, SANTE, SHS, VSFNE) schlagen zusätzliche Warnhinweise zum Passivrauchen vor: "Häufig unfreiwillig eingeatmeter Tabakrauch kann zum Tod führen. Tragen Sie nicht zu solchen Todesfällen bei!" und "Der Rauch aus Ihrer Zigarette ist auch für Nichtraucher schädlich." SANTE wünscht einen Warnhinweis gegen Passivrauchen am Arbeitsplatz: "Schützen Sie Arbeitskollegen. Lassen Sie sie nicht Ihren Tabakrauch einatmen." ASN schlägt "Danke für's Nichtrauchen" vor.

BS, EKTP, die GPS, SAJV und 7 Gesundheitsorganisationen (AT, CIPRET VD, FSG, KLS, LLLU, SHS, VSFNE) schlagen einen weiteren Warnhinweis vor: "Rauchen führt zu bösartigen Veränderungen (Krebs) der Mundhöhlenschleimhaut / der Mundhöhle."