Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2005/60: Anhörung zur Ausserkurssetzung der Ein- und Fünfrappenstücke · 9 Seiten
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1.2.2 Fünfrappenstücke
Im Jahre 1981 wurden die Fünfrappenstücke aus Kupfernickel und Reinnickel wegen der Verwechslungsgefahr mit dem gleichfarbigen Halbfrankenstück (Kupfernickel) durch solche aus goldfarbener Aluminiumbronze ersetzt. Als positiver Nebeneffekt konnten die Produktionskosten durch das billigere Prägematerial von 3,6 auf 2,94 Rappen pro Stück gesenkt werden. Mittlerweile haben jedoch auch beim Fünfräppler die Herstellungskosten den Nennwert überschritten und betragen gegenwärtig 6 Rappen pro Stück.
Nach der Einführung des Euro sind die Rondellenbestellungen im europäischen Währungsraum wegen der vorgängigen Überproduktion von Münzen drastisch zurückgegangen. Die nötige Startmenge wurde vor allem bei den höheren Euro-Nominalen stark überschätzt. Dies führte dazu, dass viele Münzplättchenhersteller ihre Produktion mangels Bestellungen einstellen mussten. Der Beschaffungspreis für Rondellen wird sich, wegen der schwindenden Konkurrenz, voraussichtlich weiter nach oben entwickeln. Ausserdem dürfte der steigende Rohstoffbedarf im asiatischen Raum zu weiteren Preiserhöhungen an den Rohstoffmärkten führen. Seit dem Tiefpunkt im Jahr 2001 hat der Kupferpreis im Zuge der allgemeinen Rohstoffhausse um 140 Prozent zugelegt. Angesichts dieser Prognosen ist beim Fünfer kaum mit einem Rückgang der Produktionskosten zu rechnen.
1.3 Bedeutung des Ein- und des Fünfrappenstückes im Zahlungsverkehr
Die Bedeutung der beiden kleinsten Schweizer Münzen im Zahlungsverkehr hat stark abgenommen. Dies unterstreicht die Tatsache, dass unter Berücksichtigung der Preisentwicklung in der Schweiz das heutige Zehnrappenstück wertmässig etwa dem Einrappenstück im Jahr 1850 entspricht.
1.3.1 Einrappenstücke
Bereits anfangs der 1970er Jahre waren die beiden Bronzemünzen zu 1 und 2 Rappen aus weiten Bereichen des täglichen Kleingeldverkehrs verschwunden. Als direkte Folge davon wurde1978 das Zweirappenstück ausser Kurs gesetzt. Für die wenigen Zahlungen, für die noch Bronzegeld eingesetzt werden musste, genügten die Einrappenstücke. Der Einräppler ist zwar bis heute ein Teil des Münzsatzes, er hat jedoch jegliche Bedeutung im täglichen Zahlungsverkehr verloren.
Seit 1996 werden jährlich zwischen 1 und 2 Millionen Einräppler geprägt. Eine begrenzte Anzahl davon (ca. 30'000 Stück pro Jahr) kommt in die Münzsätze. Die übrigen Einrappenstücke werden für Werbe- und Dekorzwecke oder als Glücksbringer eingesetzt. Der gesamte Umlauf an Einrappenstücken beträgt rund 240 Millionen Stück beziehungsweise 2,4 Millionen Franken.
1.3.2 Fünfrappenstücke
Als Zahlungsmittel kommt dem Fünfrappenstück nur noch eine beschränkte Bedeutung zu. Anwendung findet es fast ausschliesslich im Detailhandel. Einerseits für Nahrungsmittel, die nach Gewicht verkauft werden, andererseits für Artikel im Niedrigpreissegment, die aus absatzpolitischen Gründen gerade unter einer
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