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Vernehmlassung 2005/78: Basel II - Umsetzung in der Schweiz · 187 Seiten
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EBK-RS 06/[xy] Marktrisiken Seite 12
Einordnung der zu Marktwerten bewerteten Positionen in die Laufzeitbänder:104
Sämtliche Long- und Short-Positionen sind in die entsprechenden Laufzeitbänder des Fristigkeitenfächers einzuordnen. Festverzinsliche Instrumente werden nach ihrer Restlaufzeit bis zur Endfälligkeit und zinsvariable Instrumente nach der Restlaufzeit bis zum nächsten Zinsneufestsetzungstermin klassifiziert. Die Grenzen der Laufzeitbänder sind unterschiedlich definiert für Instrumente, deren Coupons gleich oder grösser sind als 3% und für solche, deren Coupons kleiner sind als 3% [vgl. Tabelle 1 in Rz 105]. Die Laufzeitbänder sind drei unterschiedlichen Zonen zugeordnet.
Gewichtung pro Laufzeitband:105
Um der Kurssensitivität in Bezug auf Zinsänderungen Rechnung zu tragen, werden die Positionen in den einzelnen Laufzeitbändern mit den in Tabelle 1 aufgeführten Risikogewichtungsfaktoren multipliziert.
Coupon ≥ 3% Coupon < 3% Risikogewichtungsfaktor
über bis und mit über bis und mit
Zone 1 1 Monat 1 Monat 0.00%
1 Monat 3 Monate 1 Monat 3 Monate 0.20%
3 Monate 6 Monate 3 Monate 6 Monate 0.40%
6 Monate 12 Monate 6 Monate 12 Monate 0.70%
Zone 2 1 Jahr 2 Jahre 1.0 Jahre 1.9 Jahre 1.25%
2 Jahre 3 Jahre 1.9 Jahre 2.8 Jahre 1.75%
3 Jahre 4 Jahre 2.8 Jahre 3.6 Jahre 2.25%
Zone 3 4 Jahre 5 Jahre 3.6 Jahre 4.3 Jahre 2.75%
5 Jahre 7 Jahre 4.3 Jahre 5.7 Jahre 3.25%
7 Jahre 10 Jahre 5.7 Jahre 7.3 Jahre 3.75%
10 Jahre 15 Jahre 7.3 Jahre 9.3 Jahre 4.50%
15 Jahre 20 Jahre 9.3 Jahre 10.6 Jahre 5.25%
20 Jahre 10.6 Jahre 12 Jahre 6.00%
12 Jahre 20 Jahre 8.00%
20 Jahre 12.50%
Tabelle 1: Laufzeitmethode: Laufzeitbänder und Risikogewichtungsfaktoren
Vertikale Verrechnung:106
Aus sämtlichen gewichteten Long- und Short-Positionen wird in jedem Laufzeitband die Nettoposition ermittelt. Die risikogewichtete geschlossene Position8 ist für jedes Laufzeitband mit einer Eigenmittelanforderung von 10% zu belegen. Dies dient der Berücksichtigung des Basis- und des Zinsstrukturrisikos innerhalb des jeweiligen Laufzeitbandes.
Horizontale Verrechnung:107
Zur Ermittlung der gesamten Netto-Zinsposition sind auch Verrechnungen zwischen entgegengesetzten Positionen unterschiedlicher Fristigkeit möglich, wobei die resultierenden geschlossenen Positionen wiederum mit einer Eigenmittelanforderung belastet werden. Dieser Prozess wird als horizontale Verrechnung bezeichnet. Die horizontale Verrechnung erfolgt in zwei Stufen: zunächst innerhalb jeder der drei Zonen und anschliessend zwischen den Zonen.
à Zoneninterne horizontale Verrechnung108
Die risikogewichteten offenen Nettopositionen der einzelnen Laufzeitbänder werden innerhalb ihrer jeweiligen Zone zu einer Zonen-Nettoposition aggregiert und untereinander verrechnet. Die aus der Verrechnung resultierenden geschlossenen Positionen sind für jede Zone mit Eigenmittelanforderungen zu belegen. Diese betragen 40% für die Zone 1 und je 30% für die Zo-
8 Als geschlossene Position wird der kleinere der absoluten Beträge der Summen jeweils miteinander verrechneter gewichteten Long- und Short-Positionen bezeichnet.