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Vernehmlassung 2005/78: Basel II - Umsetzung in der Schweiz · 187 Seiten

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EBK-RS 06/[xy] Marktrisiken Seite 13

nen 2 und 3.

à Horizontale Verrechnung zwischen unterschiedlichen Zonen109

Unter der Voraussetzung gegenläufiger Vorzeichen können die Zonen-Nettopositionen benachbarter Zonen miteinander verrechnet werden. Daraus resultierende geschlossene Nettopositionen sind mit einer Eigenmittelanforderung von 40% zu belegen. Eine aus der Verrechnung zweier benachbarter Zonen übrig bleibende offene Position verbleibt in ihrer jeweiligen Zone und bildet die Basis einer allfälligen weiteren Verrechnung. Allfällige geschlossene Nettopositionen aus einer Verrechnung zwischen den nicht benachbarten Zonen 1 und 3 sind mit einer Eigenmittelanforderung von 100% zu belegen.

Die Eigenmittelanforderungen für das Zinsänderungsrisiko in einer bestimmten Währung gemäss der 110 Laufzeitmethode ergeben sich demzufolge aus der Summe folgender, unterschiedlich zu gewichtender Komponenten:

Komponenten Gewichtungsfaktoren

1. Netto-Long- beziehungsweise Netto-Short-Position insgesamt 100%

2. Vertikale Verrechnung:

• Gewichtete geschlossene Position in jedem Laufzeitband 10%

3. Horizontale Verrechnung:

• Geschlossene Position in der Zone 1 40%

• Geschlossene Position in der Zone 2 30%

• Geschlossene Position in der Zone 3 30%

• Geschlossene Position aus Verrechnungen zwischen benachbarten

Zonen 40%

• Geschlossene Position aus Verrechnung zwischen nicht benach-

barten Zonen 100%

4. Gegebenenfalls Zuschlag für Optionspositionen [gemäss Abschnitt

IV.E.c)aa), IV.E.c)bb) b. und c. oder IV.E.c)cc)] 100%

Tabelle 2: Komponenten der Eigenmittelanforderungen

Die Verrechnungen kommen nur dann zur Anwendung, wenn innerhalb eines Laufzeitbandes, innerhalb 111 einer Zone oder zwischen den Zonen Positionen mit entgegengesetzten Vorzeichen miteinander verrechnet werden können.

Ein Beispiel zur Bestimmung der Eigenmittelanforderungen nach der Laufzeitmethode befindet sich in 112

Anhang 1.

bb) Durationsmethode

Institute, welche über die entsprechenden organisatorischen, personellen und technischen Kapazitäten 113 verfügen, können alternativ zur Laufzeitmethode die Durationsmethode anwenden. Haben sie sich für die Durationsmethode entschieden, so dürfen sie nur in begründeten Fällen zurück zur Laufzeitmethode wechseln. Die Durationsmethode ist grundsätzlich von sämtlichen Niederlassungen und für sämtliche Produkte anzuwenden.

Nach dieser Methode wird die Kurssensitivität jedes Finanzinstruments separat berechnet. Es besteht 114 auch die Möglichkeit, das Finanzinstrument gemäss Rz 96–99 in seine Zahlungsströme aufzuspalten und die Duration für jede einzelne Zahlung zu berücksichtigen.Die Eigenmittelanforderungen für das allgemeine Marktrisiko berechnen sich folgendermassen:

‚ Berechnung der Kurssensitivitäten:115

Die Kurssensitivität wird für jedes Instrument beziehungsweise dessen Zahlungsströme separat berechnet, wobei abhängig von der Duration die in Tabelle 3 in Rz 116 aufgeführten, unterschiedlichen Renditeänderungen zu unterstellen sind. Die Kurssensitivität ergibt sich durch Multiplikation des Marktwertes des Instruments beziehungsweise Zahlungsstroms mit seiner modifizierten Duration und der angenommenen Renditeänderung.