Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2005/78: Basel II - Umsetzung in der Schweiz · 65 Seiten
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Die vorgeschlagenen Risikogewichte werden auf Grund der nationalen Berechnungsstudie QIS Schweiz (QIS-CH) überprüft und nötigenfalls so angepasst, dass das quantitative Ziel – Erhalt des schweizerischen Eigenmittelniveaus – erreicht wird (vgl. Abschnitt 6.5).
SA-CH SA-BIZ
international tätige Banken, Universalbanken: Hypothe-
mit externem Rating, bör-Zielgruppe ken, Retail, KMU-Kredite
senkotiert, IFRS/US-GAAP Die Mehrheit der Banken
Auslandbanken
Alte BankV als Ausgangs-
Basel II pur nach EU-
Ansatz lage, notwendige Anpas-
Richtlinie
sungen an Basel II
über Risikogewichte zum
über Multiplikatoren zur Erhalt der Eigenmittelaus-
Kalibrierung Anhebung auf Niveau von stattung, Retail- und KMU-
SA-CH
Geschäft privilegieren
Umstellungsaufwand eher klein eher gross
risiko-differenziert, kosten- keine Doppelrechnung,
Vorteile günstige Umsetzung transparent
Tabelle 3: Der schweizerische Standardansatz (SA-CH) und der internationale Stan-
dardansatz (SA-BIZ) im Vergleich
10.3 Der internationale Standardansatz
Institute, die den Schweizer Standardansatz wählen, sollen gegenüber der heutigen Regelung nur mit dem absoluten Minimum an notwendigen Änderungen belastet werden. Demgegenüber sollen Institute, die den internationalen Standardansatz wählen, gegenüber der internationalen Handhabung des Standardansatzes mit dem absoluten Minimum an Abweichungen konfrontiert werden. Dabei ist allerdings ein wichtiger Punkt im Auge zu behalten. Basel II lässt vielerorts dem nationalen Aufseher die Möglichkeit offen, einen bestimmten Tatbestand zu regulieren, von der Regulierung auszunehmen oder aber nach zwei oder mehreren Möglichkeiten zu regulieren. Damit ist der Standardansatz international gar nicht anzutreffen. Unter dem internationalen Standardansatz ist deshalb die Ausprägung des Standardansatzes zu verstehen, die befreit ist von Schweizer Eigenheiten, wie sie am Anfang des Abschnitts 10.2 beschrieben worden sind, bei der aber die nationalen Wahlmöglichkeiten identisch wahrge-
nommen worden sind wie unter dem Schweizer Standardansatz. Da die Mehrzahl
der Auslandsbanken in der Schweiz europäischer Herkunft sind und auch schweizerische Institute, die für den internationalen Standardansatz in Frage kommen, ihre
Basel II – Umsetzung in der Schweiz: Erläuterungsbericht 33/65