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Vernehmlassung 2005/93: Anpassung des Mindestumwandlungssatzes in der beruflichen Vorsorge · 59 Seiten

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kleinerer oder mittlerer Unternehmen. Auffallend ist, dass die Lebenserwartungen der verschiedenen Periodentafeln sich in einem relativ engen Korridor bewegen. Aufgrund langjähriger Erfahrungswerte geht man davon aus, dass die Sterbewahrscheinlichkeit weiterhin abnimmt.

Tabelle 1: Lebenserwartungen unterschiedlicher Sterbetafeln

Männer Lebenserwartung Lebenserwartung Umwandlungs-Alter 65 ohne Zukunftsannahme mit Zukunftsannahme satz*

(Periodenkonzept) (Generationenkonzept)

EVK 2000/4% 17,92 Jahre 18,97 Jahre 6,99% (ohne)

VZ 2000/4% 17,30 Jahre 18,39 Jahre 7,07% (ohne)

BVG 2000/4%2217,76 Jahre 18,84 Jahre 6,96% (ohne)

GRM 1995/3,5% 18,42 Jahre 20,47 Jahre 5,835% (mit)

SVV 96-2000 16,90 Jahre 19,30 Jahre 6,19% (mit)

3,5%

BFS 2002 17,4 Jahre23

BFS 1995 18,3 Jahre

(Generation

1938)

(*) publizierte Daten

Welche Tafeln der Experte für berufliche Vorsorge seinen versicherungstechnischen Berechnungen beziehungsweise dem reglementarischen Rentenumwandlungssatz unterlegt und dem zuständigen paritätischen Organ zur Anwendung vorschlägt, liegt in seiner Verantwortung. Gilt es doch diejenigen Werte zu berücksichtigen, die den Gegebenheiten der Vorsorgeeinrichtungen am besten Rechnung tragen. In diesem Sinne gibt es keine richtige Tafel mit Gültigkeit für sämtliche Vorsorgeeinrichtungen. In seiner Stellungnahme zur Motion ‚Umwandlungssatz. Spezielle Statistik zur Berechnung’ vom 22. März 200224 hat der Bundesrat die Anwendung einheitlicher Grundlagen ebenfalls als nicht zweckmässig erachtet.

Mit der Wahl der technischen Grundlagen entscheidet der Experte gleichzeitig darüber, ob er die Sterblichkeit einer Periode ohne die zukünftig erwartete Sterblichkeit (Periodentafel) oder ob er die Sterblichkeit einer Generation (eines Jahrgangs) inklusive der zukünftig erwarteten Sterblichkeit (Generationentafel) berücksichtigen will.

Entscheidet sich der Experte für das Periodenkonzept, muss das Rentendeckungskapital, welches für die Rentenleistungen auf der Basis der Periodentafel zurückgestellt ist, je nach Entwicklung laufend verstärkt werden. In der Praxis werden dafür technische Rückstellungen gebildet, die zumeist 0,5 Prozent des jeweiligen Rentendeckungskapitals pro Jahr oder 5 Prozent in zehn Jahren betragen. Diese Rückstellungen erwiesen sich in der Vergangenheit als genügend. Da die Periodentafel nach rund zehn Jahren durch eine neue Tafel ersetzt wird (so

22 Vgl. BVG 2005 : publiziert Dezember 2005

23 BFS 2004 Männer 18.1 Jahre (jährliches Ergebnis) nach Erreichen Alter 65

24 Motion 02.3160 Egerszegi-Obrist wurde am 21.6.2002 vom Nationalrat in Form eines Postulats überwiesen.