Bericht UKW
Vernehmlassung 2006/72: Radio- und Fernsehverordnung (RTVV): Anhang 1, Richtlinien für die UKW-Sendernetzplanung; Anhang 2, Richtlinien betreffend die regionalen Fernseh-Versorgungsgebiete · 9 Seiten
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Neue UKW-Versorgungsgebiete Oktober 2006
6.5 Region Basel
Im Raum Basel ist kein markanter Ausbau angezeigt, da diese Region durch die geografische Lage mit einer Ausnahme ein geschlossenes und bereits heute gut versorgtes Gebiet darstellt. Aus wirtschaftlicher Sicht ist jedoch eine Ausdehnung auf das Fricktal wünschenswert, um die grosse Anzahl Pendler Richtung Basel mit Basler Programmen zu bedienen. Zwar wäre auch eine Arrondierung des Versorgungsgebietes für den nicht gewinnorientierten Veranstalter wünschenswert: Aufgrund des hohen Frequenzbedarfs und der Kosten für zusätzliche Sender wird jedoch darauf verzichtet.
• Region 18, Basel (Basilisk, Basel 1)
Das aargauische Fricktal zählt aufgrund der Pendlerströme zum Kommunikationsraum Basel: Es macht deshalb Sinn, das Versorgungsgebiet für die beiden grossen Basler Veranstalter auf diesen Raum auszudehnen.
• Region 19, Basel-Stadt (Radio X)
Keine Änderungen sind für das Versorgungsgebiet des Basler Komplementärveranstalters vorgesehen, da jede Massnahme mit hohem Frequenzbedarf und hohen Investitionskosten verbunden wäre.
6.6 Regionen in der Innerschweiz
Die Versorgungsgebiete in der Innerschweiz (20, West; 22, Nord; 23, Süd) erfuhren in den Jahren 2001/2002 im Rahmen eines aufwändigen Koordinationsprozesses eine umfassende Neugestaltung: Nebst einem gemeinsamen Kerngebiet, welches im wesentlichen die Zentren Luzern, Zug und Schwyz umfasst, erhielt jedes der drei Regionen in den Randgebieten spezifische Versorgungszonen zugeteilt. Diese Umgestaltung hat sich mittlerweile bewährt, weitere Arrondierungen sind deshalb nicht vorgesehen. Es werden lediglich redaktionelle Anpassungen in den Definitionen vorgenommen. Unverändert bleibt auch das Versorgungsgebiet Luzern (21) für den komplementären Veranstalter, da ein Ausbau mit kostenintensiven Investitionen verbunden wäre.
6.7 Region Zürich
Der Grossraum Zürich erfährt eine grundlegende Neuordnung. Nachdem sich die Arbeiten in den vergangenen Jahren auf die peripheren Radios konzentrierte, denen der Zugang zur Agglomeration Zürich verschafft wurde (Radio Zürisee, Radio Top, Radio Argovia), soll nun erstmals das Versorgungsgebiet der Stadtzürcher kommerziellen Veranstalter deutlich erweitert werden. Damit kann auch den von verschiedenen Seiten erhobenen Forderungen nach einer kantonalen Bedeckung, bzw. nach einer Bedienung des weiteren Einzugsgebiets von Zürich entsprochen werden. Die Neuordnung hat einerseits die Zusammenlegung der bestehenden Versorgungsgebiete der grossen kommerziellen Stationen im Raum Zürich-Zürichsee zu einer einheitlichen Zone zur Folge, die zudem um die Regionen Winterthur und – entsprechend dem oft geäusserten Wunsch der Glarner Regierung – Glarus erweitert wird. Mit dem neuen Versorgungsgebiet Zürich-Glarus sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass sich die drei grossen Veranstalter unter identischen Bedingungen im Grossraum Zürich auf dem Markt bewähren können. Gleichzeitig wird das bisherige Versorgungsgebiet Zürich neu definiert bzw. an die tatsächliche Versorgungssituation des nicht gewinnorientierten Veranstalters angepasst. Im modifizierten Versorgungsgebiet Zürich soll zudem eine zweite Konzession ausgeschrieben werden, für jenes Programm, das bisher die Region Stadt Zürich abdeckte. Die Region Stadt Zürich soll eine leichte Aufwertung erfahren. Diese Region soll aber dem ausgeschriebenen Jugendradio vorbehalten bleiben.
• Region 24, Zürich-Glarus (Radio 24, Zürisee und Energy)
Die beiden bisherigen Versorgungsgebiete Zürichsee-Glarus und Zürich sollen zusammengelegt und zum neuen Versorgungsgebiet Zürich-Glarus vergrössert werden. Das Gebiet erstreckt sich über den ganzen Kanton Zürich, die Autobahnstrecke bis und mit Bareggtunnel, die Schwyzer Bezirke Höfe und March, den St. Galler Wahlkreis See-Gaster und den Kanton Glarus. Folglich wird neu auch die Stadt Winterthur von den drei grossen Zürcher Veranstaltern versorgt.