Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2006/92: Verordnung über die Steuerleichterungen zugunsten von Unternehmen in den wirtschaftlichen Erneuerungsgebieten und Verordnung über die Festlegung der wirtschaftlichen Erneuerungsgebiete · 18 Seiten

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Economic Research

1.5 Zusammenfassung und Methode

Zusammenfassung Grundlage für die Revision der Abgrenzungskriterien wirtschaftlicher Erneuerungsgebiete waren

die Anwendung einer konsistenten Methodik, aussagekräftige Indikatoren und eine hohe Transparenz in der Vorgehensweise mit klar abgegrenzten Teilschritten. Diese sind in Abbildung 13 mit den jeweiligen Berechnungen, verwendeten Variablen und Teilergebnissen dargestellt. Für die Analyse auf MS-Ebene resultiert nach Ausschluss der Wirtschaftszentren und Regionen mit günstigen Rahmenbedingungen sowie der Identifikation strukturschwacher Regionen eine Auswahl von Gebieten mit unterdurchschnittlicher Wirtschaftsentwicklung. Die Auswahl von Industrie- und Dienstleistungszentren lässt schliesslich Regionen gemäss der Zielvorgabe des Förderinstruments erkennen.

Die Neuberechnungen bieten auf Grund der verfeinerten Methodik die Möglichkeit einer differenzierten Beurteilung regionaler Entwicklung, welche ökonomisch begründbar ist. Auch wenn die Analyse nicht die Frage beantwortet, wo Strukturerhaltung sinnvoll ist, liefert sie klare Grundlagen für die Entscheidung darüber, wo ein effizienter Einsatz der Förderung möglich wäre. Im Zuge soziodemographischer Umbrüche, erhöhter Mobilität und damit verbundenen regionalen Fluktuationen bietet der Ansatz zudem die Möglichkeit einer konsistenten Überprüfung der Entwicklung von Fördergebieten über die Zeit hinweg, was den Erfolg der Massnahmen zumindest ansatzweise messbar macht. Die Ergebnisse der Analysen ermöglichen damit ökonomisch fundierte Einschätzungen nach den Kriterien für die Zielsetzung wirtschaftlicher Erneuerungsgebiete.

Abbildung 13

Analyse - Ablauf und Methoden: MS-Regionen

Schritt 1 Schritt 2 Schritt 3 Schritt 4 Analyseebene Wirtschaftszentren Rahmenbedingungen Strukturschwäche Zentren für Industrie/ Unternehmensdienstleistungen

Kriterium Indikator Wirtschaft szentralität Indikator Rahmenbedingungen Indikator Regionalentwicklung Lokationsquotient Industrie

Lokationsquotient Unternehmensdienst leistungen Methode Standardisierung der Variablen Berechnung synthetischer Indikatoren Standardisierung der Variablen Lokationsquotient: Verhältnis Beschäft igtenanteil Aggregierung gewichteter Variablen Aggregierung gewichteter Indikatorwerte Aggregierung gewichteter Variablen pro Region zu Beschäftigt enanteil Schweiz Abgrenzung der Variant en bei 20% & 30% der Standardnormalverteilung Variablen mit Wertschöpfung pro Beschäftigten 0.50 Steuerbelastung natürlicher Personen 0.30 Bevölkerungsentwicklung 0.10 Beschäftigtenanteil Indust rie Gewichtung Pro-Kopf Einkommen 0.50 Steuerbelastung jursitischer Personen 0.30 Entwicklung des Alterslastquotienten 0.05 Beschäftigtenanteil Unternehmensdienstleistungen Verkehrstechnische Erreichbarkeit 0.40 Migrationsquote 0.10 Beschäftigtenentwicklung 0.20 Wertschöpfung pro Beschäftigten 0.10 Rate der Unternehmensgründungen 0.10 Pro Kopf Reineinkommen 0.10 Entwicklung des Reineinkommens 0.10 Arbeitslosenquote 0.05 Entwicklung der Arbeitslosenquote 0.10 Ergebnis Ausschluss von Regionen mit strukturschwache Regionen: drei Ausschluss von Wirtschaftszentren Ausschluss von Regionen ohne günstigen Rahmenbedingungen Varianten nach Grad der relevante Wirtschaftsbereiche Strukturschwäche Quelle: Credit Suisse Economic Research