Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2007/106: Revision des Raumplanungsgesetzes · 66 Seiten
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5.3 Übergangsbestimmungen
5.3.1 Allgemeine Bemerkungen
Einige Vernehmlasser stimmen den Übergangsbestimmungen explizit zu (SP, EVP, Grüne CH; aefu, biosuisse, écoli, ENHK, greenpeace, Hausverein, pro natura, Rheinaubund, SAV, SGS, SHS, SL, SVS, vbu, VCS, vogelwarte, WWF). Einige lehnen sie ab, wobei die Ablehnung sich hauptsächlich auf die zu kurzen Fristen bzw. die mangelnde Abstimmung zwischen Artikel 83 und 84 E-REG und nicht auf die Anpassungen an sich bezieht (AG, BE, BL, FR, GE, GL, LU, NE, NW, TI, UR, VD, VS, ZG; Chur, err, HEV, KPK, LDK, SIA, VLP).
5.3.2 Art. 83 Anpassungen durch die Kantone
Einige Vernehmlasser stimmen der vorgeschlagenen Bestimmung explizit zu (SP, EVP, Grüne CH; aefu, biosuisse, greenpeace, Hausverein, Rheinaubund, SAV, SGS, SHS, SL, vbu, VCS, vogelwarte, WWF). Einige lehnen sie ab, wobei sich die Ablehnung hauptsächlich auf die zu kurzen Fristen bzw. die mangelnde Abstimmung zwischen Art. 83 und 84 E-REG und nicht auf den materiellen Gehalt der Bestimmung bezieht (AG, BE, BL, FR, GE, GL, LU, NE, NW, TI, UR, VD, VS, ZG; Chur, écoli err, HEV, KPK, LDK, SIA, VLP).
Der HEV beantragt, die Absätze 2 und 3 zu streichen. Für BL ist unklar, was unter einer „vorläufigen Bauzone“ zu verstehen ist, und der SAV betont die Wichtigkeit geeigneter Sanktionen.
5.3.3 Art. 84 Anpassung bestehender Bauzonen
Verschiedene Vernehmlasser begrüssen es generell, dass Massnahmen gegen zu grosse Bauzonen ergriffen werden sollen (NE; SBV; alb, AWS, CAJB, coop, FSU, FVPFL, LOS, Metropole, SGS, ufs, VSGP, WSL).
Einige Vernehmlasser stimmen der vorgeschlagenen Bestimmung explizit zu (SP, EVP, Grüne CH; aefu, biosuisse, écoli, ENHK, greenpeace, Hausverein, IRL, pro natura, Rheinaubund, SAV, SGS, SHS, SL, SOBV, SVS, vbu, VCS, vogelwarte, WWF). Andere Vernehmlasser lehnen die generelle Pflicht zur Anpassung bestehender Bauzonen ausdrücklich ab (GR, SG; sgv; bauenschweiz, Bündner Planerkreis, KGL, SFF, SMU, svit, usic, VSEI). Verschiedene Vernehmlasser kritisieren vor allem die zu kurzen Fristen bzw. die mangelnde Abstimmung zwischen den Artikeln 83 und 84 E-REG (AG, BE, BL, FR, GE, GL, LU, NE, NW, TI, UR, VD, VS, ZG; Chur, err, HEV, KPK, LDK, SIA, VLP).
Diverse Vernehmlasser halten dafür, dass die Anpassung in erster Linie in der Weise erfolgen soll, dass Grundstücke unter dem Titel der entschädigungslosen Nichteinzonung einer Nichtbauzone zugewiesen werden (SP, Grüne CH; aefu, biosuisse, greenpeace, Hausverein, pro natura, Rheinaubund, SGS, SL, SVS, vbu, VCS, vogelwarte, WWF). Eine andere Möglichkeit wird darin gesehen, Entschädigungen für Auszonungen aus den Erträgen der Mehrwertabschöpfung zu finanzieren (SP, EVP; greenpeace, pro natura, SVS, VCS). AG schlägt vor klarzustellen, dass bei der Rückzonung von Grundstücken aus nicht RPG-konformen Bauzonen keine Entschädigung aus materieller Enteignung geleistet werden muss.
Einzelne Vernehmlasser unterbreiten Vorschläge wie die Anpassung konkret umgesetzt werden soll (bgs, ENHK, Metropole).
Die vbu schlägt zwei andere Problemlösungsansätze vor: Einsatz marktwirtschaftlicher Instrumente (z. B. Flächenutzungszertifikate), sowie Beschränkung der Bauzone auf das weitgehend überbaute, voll erschlossene und von einer rechtskräftigen Quartierplanung erfasste Gebiet ab Inkrafttreten des REG.
AG und BL wünschen Verdeutlichungen zum Begriff der vorläufigen Bauzone, wobei AG positiv würdigt, dass durch Absatz 2 Druck auf die Gemeinden ausgeübt werde, die Revision umzusetzen.
Schliesslich wird vorgeschlagen, es sei an Stelle des vorgeschlagenen Artikels 84 eine neue Bestimmung zwecks Vereinheitlichung der Baubegriffe und Messweisen aufzunehmen (bauenschweiz, KGL, SMU, usic, VSEI).
5.3.4 Art. 85 Bestehende Bauten und Anlagen in Kulturlandzonen
Einige Vernehmlasser vermögen Sinn und Zweck dieser Bestimmung nicht zu erkennen (LU, NE;
VLP); für die KVP geht die Bestimmung zu weit. Der FSU lehnt die Bestimmung ab, weil dadurch an Wohnbauten angebaute Ställe vollständig ausgebaut werden könnten.