Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2007/106: Revision des Raumplanungsgesetzes · 66 Seiten

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4.7.6 Art. 69 Gemeinsame Bestimmungen für alle Abgaben

FR spricht dem Bund die Kompetenz ab, das Verhältnis zur kantonalen Grundstückgewinnsteuer zu regeln.

4.7.7 Art. 70 Kantonale Abgaben

Ein Vernehmlasser stimmt der Regelung zu (BE), während mehrere die Streichung des Artikels verlangen (sgv; bauenschweiz, CAJB, FSKB, KGL, KSE, SMU, SNP, VSEI).

Viele Vernehmlasser betonen die Bedeutung einer obligatorischen Mehrwertabschöpfung (AG, AR, BE, BL, BS, GE, JU, NE, SO, TI; SP, EVP, GLP, Grüne CH; GdeV, SSV; SGB; aefu, bgs, biosuisse, BSLA, Forum Landschaft, FRR, FSU, FSU SM, FSU ZH, Geosuisse, greenpeace, GSR, Hausverein, hotelleriesuisse, hsp, HSR, KBNL, KPK, La-Chaux-de-F, Lausanne, LITRA, Metropole, MV, Münchenstein, pro natura, pusch, Rheinaubund, SAV, SBauV, SHS, SIA, SIHK, SL, SOBV, STV, suissemelio, SVS, SVU, toggenburg, vbu, VCS, VKMB, VLP, vogelwarte, WSL, WWF; Zürich). Einige Vernehmlasser halten dafür, dass für säumige Kantone eine subsidiäre Bundesregelung bereit stehen sollte (SP, EVP, Grüne CH; aefu, biosuisse, greenpeace, Hausverein, pro natura, pusch, Rheinaubund, SHS, SL, SVS, vbu, VCS, VKMB, VLP, WWF). Ein Vernehmlasser möchte eine Regelung im Bundesrecht, von der die Kantone abweichen könnten (GE). BE und FSU sehen die Infrastrukturverträge, wie sie im Kanton Bern bekannt sind, als Alternative zur Mehrwertabgabe. Der FSU hält dafür, dass mit einer obligatorischen Mehrwertabgabe auf die Versiegelungs- und die Wohnflächenabgabe verzichtet werden könnte. Gemäss EVP und Winterthur müsste die Abschöpfung 40 - 50 % betragen.

Während verschiedene Vernehmlasser eine Grundstückgewinnsteuer mit Besitzdauerabzug als unzureichende Ausgleichsmassnahme erachten (EVP, Grüne CH; aefu, biosuisse, greenpeace, Hausverein, pro natura, pusch, Rheinaubund, SL, SVS, vbu, VCS), vertritt der HEV die Auffassung, dass realisierte Mehrwerte mittels einer Grundstückgewinnsteuer abgeschöpft werden sollten.

Gemäss GR greift die vorgeschlagene Regelung zu sehr in die innerkantonale Regelungsfreiheit ein. Andere Vernehmlasser hingegen halten dafür, dass die Fragen im Zusammenhang mit dem Ausgleich erheblicher Vor- und Nachteile in den Grundzügen im Bundesrecht geregelt werden sollten (KVP, SIA).

Während Zürich den Ausgleich von Mehr- und Minderwerten einander gleich setzen will, verlangen HEV und VSLG eine Verpflichtung der Kantone zum Ausgleich planerischer Nachteile.

Verschiedene Vernehmlasser verlangen auch bezüglich der kantonalen Abgaben eine Zweckbindung (BSLA, BVSZ, CAJB, Forum Landschaft, La-Chaux-de-F, LBV, zbb, ZGBV, ZMP, Zürich).

HEV, VSE und VSLG beantragen, Absatz 2 zu streichen.

4.8 Aufsicht

4.8.1 Allgemeine Bemerkungen

Die HSR begrüsst die Bestimmungen zur Aufsicht ausdrücklich. Verschiedene Vernehmlasser hingegen beantragen die Streichung der Artikel 71 - 74 E-REG (BPUK, FSKB, HEV, KSE, SNP) bzw. jene der Artikel 71 - 73 E-REG (sgv; bauenschweiz, KGL, SMU, VSEI). Einige Vernehmlasser beurteilen die aufsichtsrechtlichen Bestimmungen kritisch (NE, SG, VD, ZG; CP, CS, FER). Der sgv will das geltende Recht beibehalten.

Einzelne Vernehmlasser bestreiten die Verfassungsmässigkeit dieser Bestimmungen, die als zu stark in die kantonalen Kompetenzen eingreifend empfunden werden (BL, NE, SG, VD, VS, ZG; BPUK, CP, FER, GdePräsSG, HEV)

Einige sehen im aufsichtsrechtlichen Kontext keinen über Artikel 49 Absatz 2 BV hinausgehenden Regelungsbedarf (sgv; bauenschweiz, FSKB, KGL, KSE, SNP, SMU, VSEI).

Biosuisse und VCS beantragen die Einführung eines Verbandsbeschwerderechts analog NHG und USG. Auch suissemelio ist der Auffassung, dass zur konsequenten und zielgerichteten Umsetzung des REG klare Sanktionen vorzusehen und durchzusetzen und die Rechtsmittel konsequent anzuwenden sind.