Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2007/76: Nationales Programm Alkohol 2008 - 2012 (NPA) · 62 Seiten
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Eine grosse Mehrheit der Stellungnahmen unterstützt die Strategie (20 von 26). Besonders
von Seiten der Kantone und Gemeinden, aber auch von Seiten der Polizei wird Zustimmung geäussert.
Eine Minderheit der Stellungnahmen äussert Vorbehalte (4 von 26): Die Radix Gesundheitsförderung vermisst die Feststellung, dass die Politiken von Bund, Kantonen und Gemeinden Teil einer kohärenten Suchtpolitik sind. Die EKKJ hätte sich bei der Entwicklung der Strategie eine intensivere Auseinandersetzung mit der Rolle von Akteuren aus der Privatwirtschaft gewünscht, die die Massnahmen unterstützen oder ins Leere laufen lassen können. Die FDP fordert, dass effiziente Handlungsansätze aus der Vergangenheit im Sinne von „best practices“ gezielt gefördert werden und auf bereits vorhandenen Strukturen aufgebaut wird. Sie fordert ausserdem, dass der Vollzug der bestehenden gesetzlichen Vorschriften Priorität habe und Jugendliche und Kinder aufgeklärt und geschützt sowie die Aufgaben gemäss Subsidiaritätsprinzip wahrgenommen werden und die Alkoholpolitik stärker auf die Minderung der negativen Auswirkungen des Alkoholkonsums auf das persönliche Umfeld und die Gesellschaft abzielt. ZG kann eine eigentliche Strategie nicht ohne weiteres erkennen und schlägt einen eigenständigen Punkt „Strategie“ vor.
Eine Minderheit der Stellungnahmen lehnt die Strategie ab (2 von 26): SVM und SSV/FSS
sind nicht einverstanden damit, dass mehr Gewicht auf die strukturelle Prävention als auf die Verhaltensprävention gelegt werde, da massvoller und verantwortungsbewusster Alkoholkonsum bei Erwachsenen nicht gesundheitsschädigend sei und das Präventionsziel darum sein müsse, die Menschen so mit ihrem Umfeld interagieren zu lehren, dass sie Alkohol massvoll konsumieren.
3.6 Allgemeine Stellungnahmen zu den Zielen des NPA
Das NPA umfasst sieben Oberziele (A-G), die in der Gesamtversion in verschiedene Unterziele unterteilt sind. Zur Messung der Zielerreichung wurden zusätzlich drei Wirkungsziele formuliert. Nachfolgend werden die Stellungnahmen, die sich allgemein zu den Zielen geäussert haben, ohne spezifisch auf Ober- oder Wirkungsziele einzugehen, wiedergegeben. Stellungnahmen, die sich detailliert zu einzelnen Ober- oder Unterzielen und zu den Wirkungszielen äussern, werden in den folgenden Kapiteln (1.6.1 und 1.6.2) separat behandelt.
Zu den Zielen liegen 29 allgemeine Stellungnahmen vor.
Eine grosse Mehrheit der Stellungnahmen zu den Zielen allgemein äussert Zustimmung ohne Vorbehalte (25 von 29). Eine Minderheit der Stellungnahmen äussert Kritik (3 von 29). NE unterstützt zwar die
Ziele, kritisiert diese aber als nicht genügend quantifizierbar und evaluierbar. Ausserdem sei es nicht immer leicht, sich ihre Realisierung mit den zur Verfügung stehenden Mitteln vorzustellen. Gemäss EKKJ sollte aus den Zielen deutlicher hervorgehen, dass Alkoholpolitik als Teil einer integralen Suchtpolitik zu verstehen ist; problematisches Konsumverhalten von Jugendlichen könne sich rasch verlagern könne. Die EKKJ hätte sich zudem bei der Entwicklung der Ziele