Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2007/76: Nationales Programm Alkohol 2008 - 2012 (NPA) · 62 Seiten

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abgelehnt, da Massnahmen, die die Sucht unterstützen, falsch seien. Alkoholfreie Treffpunkte hingegen werden nicht abgelehnt, seien aber Sache der Kantone.

Massnahme 03.06: Freiwillige Vereinbarungen zur Regelung des Ausschanks und Konsums alkoholischer Getränke bei nationalen und internationalen Fussball- und Eishockeyspielen

Zu Massnahme 03.06 äussern sich 19 Stellungnahmen.

Die Meinungen zu Massnahme 06.03 sind geteilt. Eine Teil der Stellungnahmen unterstützen die Massnahme (4 von 19). Der Schweizerische

Städteverband, die Stadt Zürich und die KSPD der Polizeiorganisationen merken an, dass die Stadt Zürich bereits positive Erfahrungen damit gemacht habe, die Anzahl der stark alkoholisierten ZuschauerInnen und der damit verbundenen Gewaltexzesse sei spürbar zurückgegangen, freiwillige Richtlinien seien zwar ein Schritt in die richtige Richtung, würden aber nicht ausreichen. Es brauche klare gesetzliche Regelungen. Von den Parteien bemerkt die EVP, dass die Massnahme allenfalls über die Freiwilligkeit hinausgehen müsse.

Ein Teil der Stellungnahmen formuliert Vorbehalte (10 von 19). Drei Stellungnahmen aus

der Branche unterstützen die Massnahme, sofern sie auf die Stadien limitiert sei und nicht auf die Betriebe in der Umgebung angewendet werde (ANCV, Société des encaveurs de vins suisses, Vereinigung Schweizer Weinhandel). Es reiche, wenn mit Strenge gegen Hooligans durchgegriffen werde. Vier weitere Stellungnahmen von Wirtschaftsdachverbänden und der Branche sind skeptisch (Centre Patronal, Chambre vaudoise des arts et métiers, Communauté interprofessionnelle des vins de Genève, SWBV/FSV): die Massnahme verhindere für eine Mehrheit einen sympathischen Aspekt des Anlasses wegen einigen, bei denen die Aggressivität durch exzessiven Konsum erhöht werde. Darum wäre es besser, diesen Personen den Eintritt zu verbieten oder ihnen keinen Alkohol mehr zu verkaufen, wenn Anzeichen von Betrunkenheit bestehen. Die Massnahme sollte aber auf keinen Fall für die Betriebe in der Umgebung Anwendung finden. Ausserdem wird gefragt, wer genau die Parteien dieser Übereinkunft sein werden. Der Schweizerische Brauerei-Verband äussert ebenfalls Vorbehalte. Er spricht sich für griffige Sicherheitsmassnahmen an Sportveranstaltungen aus, ist aber gegen neue Vorschriften beim Sortiment und beim Ausschank. Zudem müssen aufgrund der negativen Erfahrungen mit der Regelung in der Stadt Zürich bei der Festlegung solcher Vorschriften dringend auch die gastgewerblichen Kreise begrüsst werden. Bereits heute werde an internationalen Fussballspielen in den Stadien kein Alkohol ausgeschenkt. Die Brauerei-Branche richte sich bereits heute nach den Wünschen der UE-FA und der lokalen Behörden. Gemäss GastroSuisse zeigen negative Erfahrungen mit der Regelung in der Stadt Zürich, dass auch die gastgewerblichen Kreise bei der Festlegung der Vorschriften begrüsst werden müssten. Dieser Meinung ist auch hotelleriesuisse, die die Massnahme ansonsten sinnvoll findet. Die alkoholfreien Umkreise sollten aber zurückhaltend definiert werden.

Ein Teil der Stellungnahmen lehnt die Massnahme ab (4 von 19). IG DHS, Coop und

Denner aus der Branche lehnen die Massnahme ab, da sie das Gastgewerbe stark einschränkt. Aus dem Bereich des Sport lehnt die Schweizerische Eishockey Nationalliga GmbH die Mass-