Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2010/110: Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI; Gegenentwurf zur Volksinitiative «Für den öffentlichen Verkehr») · 142 Seiten
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von rund 200 Millionen Franken. In Zusammenhang mit dem Doppelspurausbau zwischen Ligerz und Twann kann ein zusätzlicher Zug Lausanne–Yverdon bis Biel geführt werden. Dies war gemäss ZEBG zu prüfen.
Im Regionalverkehr kann mit dem im Abschnitt Genf-Lausanne bereits erwähnten Ausbau des Knotens Lausanne ein zusätzlich notwendiger Regionalzug zwischen Lausanne und Cossonay vorgesehen werden.
Tabelle 20
Übersicht der Infrastruktur im Raum Jurasüdfuss
men ZEBG [Mio. CHF]
Infrastruktur Jurasüdfuss Bezug zu Investitions- Massnah- ausgaben Kapazitätssteigerung Ligerz-Twann a390
Leistungssteigerung insbesondere in Yverdon a220
Summe610
5 - Raum Bern und Bern-Visp-Brig Raum Bern:
Im Raum Bern besteht auf den Strecken von Bern in Richtung Biel, Münsingen, Langnau, Burgdorf, Neuenburg und Köniz (-Schwarzenburg) zusätzlicher Bedarf an Sitzplätzen. Einzig auf der Strecke nach Biel sind Zugsverlängerungen vorgesehen. Auf den anderen Strecken sollen die Kapazitätsprobleme mittels Angebotsverdichtungen gelöst werden:
- Viertelstundentakt auf der Strecke Bern-Münsingen: Dafür sind ein drittes
Gleis zwischen Gümligen und Münsingen sowie weitere Massnahmen im Umfang von 630 Millionen Franken vorgesehen.
- Halbstundentakt Bern Richtung Langnau: Zusätzlich zu den oben genannten
sind Massnahmen im Umfang von 180 Millionen Franken erforderlich.
- Viertelstundentakt Bern nach Burgdorf: Für Massnahmen zwischen Löchligut
und Bern sowie im Bahnhof Burgdorf ist eine Investition von 700 Millionen Franken nötig.
- Halbstundentakt Bern–Neuchâtel und Viertelstundentakt Bern–Köniz: Der
Angebotsausbau Richtung Neuenburg und Köniz erfordert neben einer Überwerfung in Holligen verschiedene weitere Massnahmen zur Leistungssteigerung. Das Investitionsvolumen für beide Strecken beträgt gesamthaft 480 Millionen Franken.
Lötschberg-Korridor:
Die im Prüfauftrag des ZEBG enthaltene Angebotsverdichtung zum Halbstundentakt auf der Strecke Bern-Visp-Brig erfordert im Abschnitt Mitholz-Ferden den Ausbau des bereits ausgebrochenen, aber nicht mit Bahntechnik ausgerüsteten Abschnitts des Lötschberg-Basistunnels. Die Investition für diesen Ausbau beläuft sich auf 800 Millionen Franken. Mit Realisierung dieser Massnahme können zudem alle Güterzüge durch den Basistunnel geführt werden, so dass die aufwändige und teure Zugsführung über die Bergstrecke via Kandersteg entfällt.