Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2010/110: Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI; Gegenentwurf zur Volksinitiative «Für den öffentlichen Verkehr») · 142 Seiten

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60 Prozent zu erwarten. Dabei wird sich das Wachstum nicht gleichmässig über die ganze Schweiz verteilen, sondern in Ballungsräumen besonders stark sein.

Für den Güterverkehr wird ein Gesamtwachstum von 70 Prozent bis 2030 prognostiziert. Dieses verteilt sich auf die Verkehrsarten wie folgt: Binnenverkehr 40 Prozent (neu 33 Millionen Tonnen), Import-/ Exportverkehr 130 Prozent (neu 30 Millionen Tonnen), Transitverkehr 70 Prozent (neu 36 Millionen Tonnen). Im alpenquerenden Verkehr beträgt das Wachstum 70 Prozent (neu ca. 44 Millionen Tonnen). Darin enthalten sind nahezu der vollständige Transitgüterverkehr sowie Teile des übrigen Verkehrs.

Die hier dargestellten Werte haben sich gegenüber der Vorlage Gesamtschau FinöV bzw. ZEB erhöht. Dafür verantwortlich sind eine starke Zunahme der Nachfrage in den letzten Jahren und ein vom BfS nach oben korrigiertes Bevölkerungswachstum bis 2030.

Nachfragewachstum im Personenverkehr führt zur Überlastung zwischen den Zentren und im Einzugsgebiet der S-Bahnen

Ohne zusätzliche, über ZEB hinausgehende Investitionen wird es in verschiedenen Bereichen des Netzes zu starken Überlastungen kommen. Dies ist insbesondere der Fall innerhalb der Agglomerationsräume, wie am Arc Lémanique, in den Räumen Bern, Basel, Zürich und Tessin. Überlastungen sind auch für folgende Strecken prognostiziert: Lausanne–Yverdon, Bern-Zürich-St. Gallen/Frauenfeld und Zürich-Luzern (vgl. Abbildung 9).

Ein Ausweichen auf die (National-)Strassen ist kaum möglich, da auch diese ohne weitere Massnahmen teilweise überlastet sein werden. Damit würde sich die Erreichbarkeit der Städte und Zentren der Metropolitanräume verschlechtern. In der Folge käme es zu negativen wirtschaftlichen Effekten.