Bericht und Vorlage

Vernehmlassung 2010/126: Agrarpolitik 2014-2017: Weiterentwicklung der Agrarpolitik in den Jahren 2014 bis 2017 · 310 Seiten

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Landwirtschaftsgesetz

Tabelle 30

Beiträge zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität im Vergleich

Heutiges Direktzahlungssystem AP 14-17

Beiträge für den ökologischen Ausgleich Biodiversitätsbeiträge für 18 Elemente und mit 17 Elementen und zwei Qualitätsni- drei Qualitätsniveaus (DZV, ÖQV und veaus (DZV und ÖQV) ÖQV+) auf der LN, auf landwirtschaftlichen Pflegeflächen und im Sömmerungsgebiet

Beitrag für die Vernetzung Definition von Standardmassnahmen

Kein spezifischer Beitrag Beitrag für Aufwertungsmassnahmen

Verbesserung gegenüber bisheriger Regelung

Mit den Änderungen wird gegenüber heute der Akzent verstärkt auf die Qualität von BFF gelegt. Da die Veränderungsprozesse im Bereich Biodiversität langsam ablaufen, ist ein sukzessives Vorgehen angezeigt. Mit der Erhöhung der Anreize und der spezifischeren Ausrichtung auf weitere Flächen soll die Qualität der BFF verbessert werden. Die Ausweitung der Biodiversitätsförderung auf das Sömmerungsgebiet und auf weitere heute nicht beitragsberechtigte Flächen bietet den Landwirten die Gelegenheit, weitere, spezifisch auf ihre Betriebssituation ausgerichtete Massnahmen zu treffen. Mit Standardmassnahmen wird der administrative Aufwand verringert.

Mit der Weiterführung der Vernetzung können noch bestehende Lücken weiter geschlossen werden. Langfristiges Ziel bleibt jedoch, wie auch im Konzept des Berichts zur Weiterentwicklung des Direktzahlungssystems beschrieben, die Kriterien zur Lage, Grösse und der räumlichen Anordnung in den Qualitätsbegriff zu überführen. Dazu dienen auch Aufwertungsmassnahmen, mit welchen die erwünschte Qualität gefördert werden kann.

2.3.2.7 Landschaftsqualitätsbeiträge

Ausgangslage und Ziele

Die Landwirtschaft trägt in hohem Mass zur Vielfalt und Qualität der Schweizer Kulturlandschaft bei. Die Landschaft ist Trägerin der Lebensraumvielfalt und spielt damit eine bedeutende Rolle bei der Förderung von Biodiversität. Landschaftliche Vielfalt ist jedoch darüber hinaus auch für die Gesellschaft wichtig, weil sie viele soziale und ökonomische Funktionen wahrnimmt. Bedingt durch den landwirtschaftlichen Strukturwandel und die intensive Raumnutzung lässt sich in der Schweiz ein schleichender Verlust an landschaftlicher Vielfalt feststellen.147

Bisher konnte regionalen Anliegen betreffend der spezifischen Pflege und Förderung von vielfältigen Landschaften lediglich dann Rechnung getragen werden, wenn die Förderung der Artenvielfalt im Vordergrund stand. Für qualitative Landschaftsleis-

147 ARE und BAFU (2007): Landschaft unter Druck, 3. Fortschreibung 1989 – 2003, Bern; sowie BAFU (2010): Zustand der Landschaft in der Schweiz - Zwischenbericht Landschaftsbeobachtung Schweiz (LABES), Bern.