Bericht und Vorlage

Vernehmlassung 2010/126: Agrarpolitik 2014-2017: Weiterentwicklung der Agrarpolitik in den Jahren 2014 bis 2017 · 310 Seiten

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Ausgestaltung der Zahlungsrahmen

Tabelle 42

Zuteilung der heutigen Direktzahlungsinstrumente zu den Zielen

Heutige Massnahmen Finanzplan 2014 Zuordnung zu den Zielen Ausgangslage

RGVE-Beitrag509

TEP-Beitrag 357 Versorgungssicherheit 1 045 Zusatzbeitrag offene Ackerfläche179

Hangbeitrag115

Kulturlandschaft338

Sömmerungsbeitrag99

Allgemeiner Flächenbeitrag 1 024 Einkommenssicherung900

Beiträge für den ökologischen Ausgleich141

Beitrag nach ÖQV65

Beiträge für Ressourcenprogramme 39 Natürliche 310 Gewässerschutzbeiträge 7 Lebensgrundlagen Biobeitrag30

Extensobeitrag28

BTS- und RAUS-Beiträge 223 Tierwohl223

Total 2 816 2 816

Diese Zuordnung der Mittel zu den verschiedenen Zielen bildet die Ausgangslage für die Festlegung der zukünftigen Mittelverteilung.

Analyse der Wirkung der instrumentellen Anpassungen auf die Ziele

Die Weiterentwicklung des Direktzahlungssystems wirkt sich bereits aufgrund der instrumentellen Anpassungen auf die Zielerreichung aus. Diese Wirkung aufgrund der instrumentellen Weiterentwicklung ist bei der Festlegung der Mittelverteilung zu berücksichtigen. Sie wird daher nachfolgend analysiert.

Tabelle 43

Wirkung der instrumentellen Anpassungen auf die Zielerreichung

Ziel Instrumentelle Wirkung

Versor- Die Umwandlung der tiergebundenen Beiträge mit einer Förderlimite zu einer gungs- indirekt tiergebundenen Zahlung mit Mindesttierbesatz reduziert den Anreiz zur sicher- Intensivierung der Tierhaltung. Mit der Einführung des Versorgungssicherheitsheit basisbeitrags wird der Ackerbau relativ zum Grünland gestärkt. Heute liegt die

durchschnittliche Stützung pro Hektare Ackerland in der Talzone rund 250 Franken unter derjenigen von Grünland (vgl. Abbildung 43). Diese Differenzierung zu Ungunsten des Ackerbaus entfällt, da die Basiskomponente beim Versorgungssicherheitsbeitrag für Acker- und Grünland gleich hoch ist. Genau in die gegenteilige Richtung wirkt die Reduktion des heutigen allgemeinen Flächenbeitrags. Da der allgemeine Flächenbeitrag im Ackerbau bei den meisten Kulturen einen grösseren Anteil am Deckungsbeitrag ausmacht als in der Tierhaltung, verliert der Ackerbau damit relativ zum Grünland an Konkurrenzfähigkeit. Die beiden Effekte gleichen sich in etwa aus. Ein zusätzlicher spezifischer Förderbeitrag zugunsten für Acker- und Dauerkulturen trägt dazu bei, den Rückgang der Flächen in diesen Bereichen aufzuhalten.