Bericht und Vorlage

Vernehmlassung 2010/126: Agrarpolitik 2014-2017: Weiterentwicklung der Agrarpolitik in den Jahren 2014 bis 2017 · 310 Seiten

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Ausgestaltung der Zahlungsrahmen

Tabelle 44

Synthese und Folgerungen bezüglich Mittelbedarf

Zielbereich und Aspekt Ziellücke Trend Wirkung Mittelbedarf gegenüber

instrumentell Ausgangslage

Versorgungssicherheit

Bruttoproduktion nein Ò Ô gleich

Nettoproduktion nein Î Î gleich

Ackerbau nein Ô Î mehr

Bodenquantität ja Ô Ò keine spezifischen DZ Natürliche Lebensgrund-

lagen

Biodiversität ja Î Ò mehr

Wasser ja Î Î mehr

Boden (Qualität) ja Ô Î mehr

Luft/Klima ja Î Ò mehr

Kulturlandschaft

Offenhaltung ja Ô Ô mehr

Vielfalt (Qualität) ja Ô Î mehr

Tierwohl ja Ò Î mehr

Um namhafte Verbesserungen bei der Zielerreichung zu realisieren, soll zusätzlich zur Anpassung der Instrumente im Jahr 2014 im ersten Umsetzungsjahr auch bereits eine substanzielle Umverteilung der Mittel in die Zielbereiche mit Mehrbedarf erfolgen. Deshalb werden im Jahr 2014 gegenüber der in Tabelle 42 skizzierten Ausgangslage erste Verschiebungen der Mittel vorgenommen (Abbildung 42).

Die Beitragsansätze sollen für das Jahr 2014 festgelegt werden und anschliessend bis 2017 nicht weiter verändert werden. Zusätzlicher Mittelbedarf ergibt sich bis 2017 bei den freiwilligen Programmen durch eine sukzessive Zunahme bei der Beteiligung. Die Teilnahme an den bisherigen Programmen in den Bereichen Biodiversität und besonders umwelt- und tierfreundlichen Produktionsformen wird im bisherigen Ausmass weiter steigen. Dort wo die Anreize erhöht werden, wird sich die Beteiligungszunahme gegenüber heute verstärken. Zudem werden die Betriebe auch die Möglichkeiten nutzen in die neuen leistungsbezogenen Programme im Bereich der Ressourceneffizienz und der graslandbasierten Milch- und Fleischproduktion einzusteigen oder ein Landschaftsqualitätsprojekt zu initialisieren. Zudem dürfte die Umlagerung eines wesentlichen Teils des allgemeinen Flächenbeitrags in die Anpassungsbeiträge dazu führen, dass zusätzlich eine gewisse Dynamik beim Einstieg in die freiwilligen Programme entsteht. Der zusätzliche Mittelbedarf bei diesen Programmen wird durch eine Reduktion der für die Anpassungsbeiträge eingesetzten Mittel gedeckt. Je nach Ausmass dieser Entwicklung werden die Anpassungsbeiträge in den Jahren ab 2014 mehr oder weniger schnell zu den leistungsbezogenen Direktzahlungen umgelagert. Die Angaben in Abbildung 42 für das Jahr 2017 sind geschätzt.