Bericht und Vorlage

Vernehmlassung 2010/126: Agrarpolitik 2014-2017: Weiterentwicklung der Agrarpolitik in den Jahren 2014 bis 2017 · 310 Seiten

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Bundesbeschluss über die finanziellen Mittel 2014-2017

Ziel Instrumentelle Wirkung

Natür- Die Umlagerung des heutigen RGVE- und TEP-Beitrags zu den Versorgungssiliche cherheitsbeiträgen reduziert den Anreiz, möglichst viele Raufutterverzehrer zu Lebens- halten. Dies erhöht die Attraktivität der Biodiversitätsförderflächen und führt zu grund- einem Rückgang der Ammoniak- und Treibhausgasemissionen. Ein weiterer lagen positiver Effekt besteht darin, dass sich die Raufutterverzehrer gleichmässiger

auf der Fläche verteilen und so eine Nutzung mit standortangepasster Intensität begünstigt wird. Insgesamt werden die beschriebenen Effekte im Berggebiet stärker sein als im Talgebiet, da die tiergebundenen Zahlungen im Berggebiet einen deutlich grösseren Teil des Umsatzes der Betriebe ausmachen.

Kultur- Die Reduktion des allgemeinen Flächenbeitrags und die Einführung der Anpasland- sungsbeiträge reduzieren generell den Anreiz zur Bewirtschaftung der Flächen. schaft Dies ist auf dem grössten Teil der Flächen erwünscht, da dadurch die Pachtpreise

unter Druck kommen und die Flächenmobilität verbessert wird. Auf marginalen Standorten und insbesondere in extremen Steillagen würde sich ohne ergänzende Massnahmen die Gefahr des Waldeinwuchses erhöhen. Deshalb ist unter anderem im Rahmen der Kulturlandschaftsbeiträge vorgesehen, ein Zonenbeitrag für die Offenhaltung und einen besser differenzierten Hangbeitrag auszurichten.

Einkom- Mit der Einführung der Anpassungsbeiträge und der Umlagerung der Tierbeiträmens- ge zu den Versorgungssicherheitsbeiträgen werden die Direktzahlungen noch siche- stärker entkoppelt. Dadurch kommen die Pachtzinse unter Druck und die durchrung schnittlichen Kosten in der Tierproduktion sinken, was zu einer Verbesserung der

Transfereffizienz und damit zu einer höheren Einkommenswirkung der Direktzahlungen führt.

Entsprechend den in Ziffer 1.2.2.2.6 ausgewiesenen Ziellücken und Trends sowie der instrumentellen Wirkungen ergibt sich gegenüber der in Tabelle 42 beschriebenen Ausgangslage ein zusätzlicher Mittelbedarf zur Förderung des Ackerbaus, zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen, zur Pflege der Kulturlandschaft und zur Förderung des Tierwohls (Tabelle 44).