Bericht und Vorlage
Vernehmlassung 2010/126: Agrarpolitik 2014-2017: Weiterentwicklung der Agrarpolitik in den Jahren 2014 bis 2017 · 310 Seiten
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Künftige Rahmenbedingungen
Aufgrund der Differenz bei den Produzentenpreisen von 37 Prozent (48 %), beträgt der Anteil der Inlandproduktion an dieser Differenz 2,2 Milliarden Franken (2,7 Mrd. CHF). Davon entfallen rund 1,1 Milliarden Franken auf teurere Vorleistungen, Abschreibungen und Angestelltenlöhne. Die übrigen Mehrkosten entstehen in der Landwirtschaft selber.
Die importierten Lebensmittel wurden durch die Zollabgaben um 500 Millionen Franken (700 Mio. CHF) verteuert. Subtrahiert man die höheren Rohstoffkosten (teurere Inlandproduktion plus Zölle) von der gesamten Preisdifferenz von 7,9 Milliarden Franken, verbleibt im Vergleich zur EU eine um 4,6 Milliarden Franken (5,4 Mrd. CHF) höhere Marktspanne von Verarbeitung und Handel. Gegenüber der Schätzung 2002/04 ist die Gesamtdifferenz der Nahrungsmittelausgaben von 8,9 Milliarden auf 7,3 Milliarden Franken zurückgegangen. Dabei sind alle drei Werte - Landwirtschaft, Zölle und höhere Marktspanne – tiefer als in der Referenzperiode.
Abbildung 28
Zusammensetzung der Schweizer Nahrungsmittelausgaben 2006/08
Total Nahrungsmittelausgaben CH
33,2 Mrd. CHF
3 Differenz zu den Nachbarländern in
Mrd. CHF
Gesamtdifferenz 22,1% von 33,2 Ö 7,3 Marktspanne
19,0 Mrd. CHF 1 Landwirtschaft 37,0% von 5,9 Ö - 2,2 2 Zölle - 0,5
3 Marktspanne von Verarbeitung = 4,6 2 und Handel
1
Importe Inlandproduktion
8,3 Mrd. CHF 5,9 Mrd. CHF
Quellen: Berechnungen des BLW basierend auf Daten von BFS, SBV, Eurostat, SNB, swis-
simpex, Statistik Austria
1.3 Künftige Rahmenbedingungen
Die Land- und Ernährungswirtschaft sind in eine vielfältige und komplexe Welt eingebunden. Je nachdem wie sich die Rahmenbedingungen in Zukunft weiterentwickeln, werden gewisse Themen wichtiger oder aber sie verlieren an Bedeutung. Die wichtigsten Rahmenbedingungen für die Agrarpolitik werden nachfolgend erläutert.