Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2010/126: Agrarpolitik 2014-2017: Weiterentwicklung der Agrarpolitik in den Jahren 2014 bis 2017 · 50 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 24Fedlex · Ergebnisbericht

Error! Use the Home tab to apply Überschrift 1 to the text that you want to appear here.

Nährstoffzufuhr. Die KBNL und Natur-, Umwelt- und Tierschutzorganisationen fordern die Streichung der Beiträge für unbehirtete Schafe.

Weitere Themen

Der Kanton FR und der SAV unterstützen den Vorschlag, dass die Kantone einen Teil der Sömmerungsbeiträge an Personen ausrichten können, welche für die Infrastruktur aufkommen. Der SBV und einzelne Organisationen fordern, Sömmerungsbeiträge in Zukunft auch bei traditioneller Sömmerung im Ausland auszurichten.

Der Vorschlag, im Jagdgesetz die Grundlage für die Unterstützung des Herdenschutzes zu schaffen, wird von den Kantonen BE, OW, SG und JU, von den Grünen sowie dem SBV, Bio Suisse und weiteren Organisationen unterstützt. Der SBV möchte, dass sich der Bund auch finanziell an der Entschädigung und Vermeidung von Schäden durch Wild und Grossraubtiere im Ackerbau und an Nutztieren beteiligt. Die Finanzierung dieser Massnahme solle ausserhalb des Landwirtschaftsbudgets erfolgen.

WWF und Greenpeace beantragen die Abgeltung aller landwirtschaftlichen Leistungen für den Schutz und den Unterhalt der Biotope von nationaler, regionaler und lokaler Bedeutung inkl. Pufferstreifen und einen neuen Offenhaltungsbeitrag für artenreiche Wiesen und Weiden im Berg- und Sömmerungsgebiet.

3.4.5 Versorgungssicherheitsbeiträge

Allgemeine Bemerkungen

Den Versorgungssicherheitsbeiträgen stimmen acht Kantone (BE, LU, SZ, ZG, BL, AI, TG und JU) und die KOLAS, die SVP, die BDP und die Grünen sowie SBV, Agrarallianz, Coop und weitere Organisationen explizit zu. Die FDP lehnt Versorgungssicherheitsbeiträge ab. Die GLP, IP-Suisse, MGB, Agrarallianz und Coop beurteilen die Beiträge kritisch. LU will eine Erhöhung der Stützung für Spezialkulturen. AG möchte die SAK als Kriterium beiziehen. Der Kanton SG möchte die Versorgungssicherheitsbeiträge auch für die Alpwirtschaft. Die Grünen wollen auch die ökologische Saatzucht mit Versorgungssicherheitsbeiträgen fördern.

Neun Kantone (ZH, BE, LU, UR, GL, BL, TG, NE und GE), BPUK, KBNL, KVU, SP, Grüne und GLP sowie MGB, Coop, VKMB, IP-Suisse, Bio Suisse, Pro Natura, Agrarallianz, Verein Vision Landwirtschaft und weitere Organisationen vor allem aus dem Bereich Umwelt- und Tierschutz unterstützen den Vorschlag, die bisherigen Tierbeiträge neu als Versorgungssicherheitsbeiträge pro Fläche auszurichten. SZ, ZG und BS sowie LDK und KOLAS begrüssen grundsätzlich den Vorschlag des Bundesrats. Sie möchten die tiergebundenen Beiträge zwar beibehalten bzw. allfällige Zusatzmittel im Rahmen der Versorgungssicherheit als tierbezogene Beiträge ausrichten. Sie sehen aber im neuen Modell bezüglich der Ausrichtung auf den Markt und nach unternehmerischen Gesichtspunkten Vorteile. Um die tierische Produktion dennoch spezifisch zu stärken, schlagen sie vor, die Beiträge für die grünlandbasierte Milch- und Fleischproduktion substanziell zu erhöhen. Sechs Kantone (OW, NW, AI, SG, VS und JU), SVP und BDP sowie SBV und weitere bäuerliche Organisationen wollen im Rahmen der Versorgungssicherheitsbeiträge die heutigen RGVE- und TEP-Beiträge weiterführen. Die gleichen Vernehmlasser (ohne AI, VS und JU) möchten eine tiefere Förderlimite prüfen, um die negativen Auswirkungen der Tierbeiträge zu reduzieren. AR und GR sowie SAB und SAV fordern eine Weiterführung der TEP-Beiträge. AG und TI verlangen ganz generell, dass weiterhin Beiträge für raufutterverzehrende Nutztiere ausgerichtet werden. SO möchte ebenfalls weiterhin einen Tierbeitrag ausrichten, diesen aber unter Berücksichtigung der Produktionsintensität abstufen. VD wünscht, dass das System der Tierbeiträge überprüft wird und in einer Form weitergeführt wird, das keinen Anreiz mehr gibt, ein Maximum an Tieren zu halten. FR und SMP verlangen, dass der effektive Tierbesatz mittels eines abgestuften Mindesttierbesatzes berücksichtigt wird. Falls entgegen ihrer Forderung keine Tierbeiträge mehr ausgerichtet werden, fordern fünf Kantone (OW, NW, AR, AI und JU), SVP und BDP, SBV und weitere bäuerliche Organisationen als Alternative einen nach Tierintensität abgestuften Flächenbeitrag. Die Kantone AI und GR möchten bei den TEP-Beiträgen eine Obergrenze pro Betrieb anstelle der heutigen Förderlimite, JU will einen Beitrag für den Erhalt der Schweizer Rassen, vor allem der Freibergerpferde.

072.10/2009/00749 \ COO.2101.101.5.1071125