Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2010/126: Agrarpolitik 2014-2017: Weiterentwicklung der Agrarpolitik in den Jahren 2014 bis 2017 · 50 Seiten

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Mindesttierbesatz auf Grünfläche

Der Vorschlag wird von den Kantonen UR und GR, von der BDP und einzelnen bäuerlichen und weiteren Organisationen unterstützt. JU, KBNL, GLP und die Suisseporcs möchten die Beiträge auch ohne Mindesttierbesatz ausrichten. TG, KBNL, die SP und die Grünen, Natur-, Umwelt- und Tierschutzorganisationen, Bio Suisse, Agrarallianz, VKMB und der SKS wollen neben dem Mindesttierbesatz auch einen Maximaltierbesatz festlegen, ab dem keine Beiträge mehr ausgerichtet werden. Die Kantone BL und AG sowie Pro Natura und Greenpeace beantragen, den Mindesttierbesatz tiefer anzusetzen, weil er intensivierend wirkt oder ganz wegzulassen. Die Kantone LU und VD fordern einen reduzierten Mindesttierbesatz für Biodiversitätsförderflächen, VD will zudem eine Ausnahme für Biodiversitätsförderflächen und Kunstwiesen von Betrieben ohne Tiere. Die Kantone FR und JU, die SVP sowie bäuerliche Kreise wünschen eine Abstufung des Mindesttierbesatzes nach Tierintensität.

Basisbeitrag

Natur-, Umwelt- und Tierschutzorganisationen, Interessenvertreter Berggebiet, economiesuisse und der schweizerische Arbeitgeberverband fordern eine Streichung des Basisbeitrags. Die GPS sowie Coop, VKMB, Bio Suisse, Agrarallianz und der SKS und weitere Organisationen wollen den Basisbeitrag zu Gunsten der Erschwernis möglichst tief halten. Die Kantone JU und AI, die SVP, der SBV und weitere vor allem bäuerliche Organisationen möchten einen wesentlich höheren Basisbeitrag.

Zonenbeitrag Produktionserschwernis

Die GLP unterstützt diesen Beitrag explizit, während Organisationen aus Natur- Umwelt und Tierschutz dessen Streichung verlangen. Die Kantone AI, JU und die BDP wollen den Beitrag pro ha und pro GVE ausrichten. Sie verlangen auch eine Erhöhung der vorgesehenen Mittel.

Förderbeitrag Ackerflächen und Dauerkulturen

Der Kanton JU, die BDP sowie VKMB, Agrarallianz und Coop und weitere Organisationen unterstützen diesen Beitrag explizit. Die GLP möchte mit einer entsprechenden Ausgestaltung die negativen Umwelteinwirkungen verhindern. Natur-, Umwelt- und Tierschutzorganisationen wollen den Beitrag nur ausrichten, wenn eine bestimmte Mindestfläche nicht erreicht wird. Coop stellt als Bedingung,

dass die Strukturen verbessert und die Wettbewerbsfähigkeit erhöht werden müssen.

Versorgungssicherheitsbeiträge für angestammte Fläche in der Grenzzone

Der Kanton JU, die SVP sowie die bäuerlichen Kreise unterstützen den Vorschlag. Die KIP fordert keine Beiträge auszurichten für Flächen und Massnahmen, die weder von Schweizer noch von ausländischen Kontrollinstanzen beurteilt werden.

3.4.6 Biodiversitätsbeiträge

Beitragsabstufung nach Zone

7 Kantone (BE, LU, UR, SZ, OW, FR, SO), die KBNL, economiesuisse, der Arbeitgeberverband, Natur- und Umweltschutzorganisationen, Vertreter des Berggebietes, die Vision Landwirtschaft sowie einige regionale Bio-Organisationen fordern die Abschaffung der Beitragsabstufung je Zone. Die Kantone TI und GR, die SP und die Grünen, sowie Bio Suisse, einige regionale Bio-Organisationen, die Agrarallianz und die VKMB fordern eine Abschwächung der Beitragsabstufung. 6 Kantone (NW, ZG, AR, AI, TG, JU) sowie die KOLAS fordern die Beitragsabstufung bei der Öko-Qualitätsverordnung (ÖQV) aufzuheben.

Übernahme zu 100% der Beiträge für die Qualität

Die Übernahme zu 100% der Beiträge für die Qualität von Ökoflächen durch den Bund wird von den Kantonen OW, AG und BE begrüsst. Wenige regionale Bauernverbände sowie die SGP sprechen sich gegen eine Übernahme zu 100% der Beiträge durch den Bund aus.

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