Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2010/126: Agrarpolitik 2014-2017: Weiterentwicklung der Agrarpolitik in den Jahren 2014 bis 2017 · 50 Seiten

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Kofinanzierung und Finanzierung der Projektkosten

Die Kantone FR, SO, BL und NE und der SBV fordern eine Finanzierung von 90% der Landschaftsqualitätsbeiträge durch den Bund. VD und JU stellen sich auf den Standpunkt, dass der Bund die Landschaftsqualitätsbeiträge zu 100% finanzieren solle.

8 Kantone (LU, SZ, OW, ZG, SH, AI, TG und VD), KOLAS, Verein Vision Landwirtschaft und Interessenvertreter Berggebiet verlangen eine namhafte Beteiligung des Bundes an der Finanzierung von Grundlagenarbeiten und Projektkosten.

Pilotprojekte

Im Hinblick auf eine möglichst einfache Gestaltung des Vollzugs werden die Pilotprojekte von den Kantonen BE, UR, NW, GR sowie von KVU, Verein Vision Landwirtschaft und der Interessenvertreter Berggebiet ausdrücklich begrüsst. Gleichzeitig wird jedoch eine offene Kommunikation über die Pilotprojekte und die Möglichkeit zur Mitwirkung an der Entwicklung der Beitragsart gefordert. 5 Kantone (LU, SZ, NW, ZG und AI) und die KOLAS fordern, dass der Projektleitfaden möglichst schnell (2012) in verbindlicher und beständiger Form vorliegt, damit sich die Kantone auf die Umsetzung der Landschaftsqualitätsbeiträge vorbereiten können.

3.4.8 Produktionssystembeiträge

Grundsatz

Die Weiterführung der unter dem Beitragstyp Produktionssystembeiträge zusammengefassten Programme wird von 13 Kantonen (LU, SZ, OW, NW, ZG, FR, SO, AR, AI, GR, TG, TI, NE), der SP, den Grünen, Bio Suisse, von den Vertretern der Viehwirtschaft und einigen bäuerlichen Organisationen sowie von Natur- und Umweltschutzorganisationen begrüsst. Die SVP und die Grossmehrheit der Bauernverbände lehnen die Beiträge zwar nicht ab, haben aber Bedenken, dass bei staatlicher Unterstützung der Produktionssysteme keine Notwendigkeit mehr von Seiten des Marktes besteht, die Mehrkosten solcher Programme adäquat zu entschädigen.

Zehn dieser 13 Kantone zeigen sich erfreut, dass die Formulierung des Artikels 75 Raum für Neuentwicklungen lässt. Drei Kantone (SG, VS, JU) wünschen keine neuen Massnahmen. Fünf Kantone (OW, ZG, AR, AI, TG) und die KOLAS sind bezüglich neuer Programme eher skeptisch bzw. wünschen sich eine kritische Beurteilung der neuen Massnahmen.

Die Vollzugstauglichkeit bzw. einfach umsetzbare Lösungen werden von elf Kantonen (LU, SZ, OW, NW, ZG, FR, SO, AR, AI, GR, TG) gefordert.

Biolandbau

Die Beiträge für den biologischen Landbau sind unbestritten. Von drei Kantonen (UR, GR, TI), der SP, den Grünen, der Bio Suisse und diversen bäuerlichen Organisationen (SBV, SBLV, kantonale Bioverbände, VKMB) und Umweltorganisationen sowie Coop und SKS wird eine gezielte oder eine generelle Erhöhung der Beiträge gefordert.

Extenso

Die Beiträge für Extenso sind für KOLAS, AGORA, sowie kantonale Bauernorganisationen und den WWF unbestritten. Die EDU und der VSF beantragen, diese Beiträge abzuschaffen.

Die Erweiterung von Extenso auf weitere Kulturen und herbizidfreien Ackerbau wird von AGORA,

Uniterre, Agrarallianz, KIP und MGB unterstützt. Bedenken für eine Erweiterung äussern die SVP, der SBV, PIOCH und Swiss granum. Die Kartoffelbranche ist dieser Entwicklung gegenüber skeptisch.

Graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion

Zwölf Kantone (ZH, LU, UR, SZ, NW, ZG, SO, BL, AR, GR, TG, VD), die KOLAS, die LDK, die SP, die Grünen, sowie die Bio-Organisationen, IP Suisse, Mutterkuh Schweiz und die Vertreter der Berg- und Alpgebiete, Emmi, MGB und Coop sowie die Tierschutz- und Umweltorganisationen, begrüssen das neue Programm. Zehn Kantone davon (ZH, LU, UR, SZ, NW, ZG, SO, AR, GR, TG) sowie die KOLAS und die LDK wünschen überdies eine Erhöhung bzw. Verdoppelung der Beiträge insbesondere für

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