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Vernehmlassung 2010/31: Sachplan geologische Tiefenlager: Etappe 1 · 24 Seiten

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Ergebnisbericht: Festlegungen und Objektblätter

3.5 Wellenberg SMA

Standortgebiet: Wellenberg (NW/OW) Kategorie: Schwach- und mittelaktive Abfälle (SMA)

Stand des Prozesses: Etappe 1 Stand der Koordination: Vororientierung

Gemeinden im Planungsperimeter:

– Kanton NW: Dallenwil, Oberdorf, Wolfenschiessen

– Kanton OW: Engelberg

Kein betroffenes Nachbarland in unmittelbarer Nähe des Standortgebiets

Geologische Charakteristik des SMA-Gebiets: Das geologische Standortgebiet umfasst eine Fläche von rund 16 Quadratkilometern. Das bevorzugte Wirtgestein ist eine tektonische Akkumulation von Mergel-Formationen des Helvetikums, Rahmengesteine existieren nicht. Das Standortgebiet liegt in den tektonisch sehr stark beanspruchten Alpen (Verfaltungen, Überschiebungen, Verschuppungen), was zu komplexen geologisch-tektonischen räumlichen Verhältnissen führt. Verkarstungsfähige Kalksteine definieren mehrheitlich die Ränder des Standortgebiets.

Das Wirtgestein zeichnet sich durch seine eher beschränkte laterale Ausdehnung und durch seine aussergewöhnlich grosse vertikale Verbreitung aus, welche mit den Mächtigkeiten der ruhig gelagerten Sedimentgesteine des Alpenvorlandes Nordschweiz nicht vergleichbar ist. Die Lagerkammern können deshalb flexibel auch vertikal in verschiedenen Ebenen angeordnet werden.

Ergebnis der sicherheitstechnischen Beurteilung des SMA-Gebiets: Das ENSI stimmt dem

Vorschlag der Nagra aus Sicht von Sicherheit und technischer Machbarkeit zu. Die von der Nagra definierte Grenze des Standortgebiets wird vom ENSI bestätigt. Das ENSI beurteilt das geologische Standortgebiet Wellenberg für schwach- und mittelaktive Abfälle insgesamt als geeignet.

Die in den Alpen im Vergleich zum nördlichen Vorland höheren Hebungs- und Erosionsraten, die exponierte alpine Lage des Standortgebiets und die komplexen tektonischen Verhältnisse stellen Nachteile im Hinblick auf die Langzeitbeständigkeit, die Prognostizierbarkeit der Langzeitveränderungen und die Explorierbarkeit der räumlichen Verhältnisse dar. Die extrem starke tektonische Überprägung führt zu bedingt günstigen felsmechanischen Eigenschaften und zu einer bedingt günstigen Bewertung der bautechnischen Eignung.

Es wurde kein Koordinationsbedarf festgestellt.