Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2011/19: Bundesgesetz über die Weiterbildung (Weiterbildungsgesetz, WeBiG) · 78 Seiten

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Vernehmlassung zu einem Entwurf für ein Bundesgesetz über die Weiterbildung

5. Abschnitt: Erwerb und Erhalt von Grundkompetenzen Erwachsener

Art. 13 Begriff

Grundkompetenzen Erwachsener sind Voraussetzungen für das lebenslange Lernen und umfassen grundlegende Kenntnisse in den Bereichen:

a. Lesen und Schreiben;

b. Alltagsmathematik;

c. Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien;

d. Grundkenntnisse zu den wichtigsten Rechten und Pflichten.

Kantone

Die Kantone GL, LU, GR, AR, AG, SZ, ZH, NE, SO und VS begrüssen die spezialgesetzliche Regelung des Erwerbs und Erhalts von Grundkompetenzen innerhalb des Weiterbildungsgesetzes, melden aber Vorbehalte bezüglich der nicht definierten Kompetenz „Grundkenntnisse zu den wichtigsten Rechten und Pflichten“ an.

Die Kantone GE, BE, SH, FR, SG, JU, UR sowie SKOS unterstützen diesen Artikel.

Der Kanton BE und SKOS finden eine abschliessende Aufzählung nicht sinnvoll. BE verweist auf die acht Schlüsselkompetenzen des Europäischen Parlaments. SKOS möchte auch Sozialkompetenzen aufnehmen.

Der Kanton BE moniert, dass genauer geklärt werden soll, ob es sich bei Lesen und Schreiben um Erstsprache oder Landessprache handelt. Die Definition von „Rechten und Pflichten“ sei ebenfalls nicht klar.

Zudem sei für eine Kohärenz zwischen den verschiedenen Fördergesetzen zu sorgen.

Der Kanton BS stimmt dem Artikel mit den definierten Kompetenzen zu.

Die Kantone UR und NW möchten Buchstabe d streichen. Dieser Buchstabe sei lediglich im Migrationsbereich relevant und dort zu regeln.

Der Kanton FR möchte auch Sozialkompetenzen sowie Selbstwahrnehmung und Umweltwahrnehmung in den Katalog aufnehmen.

Der Kanton VS wünscht eine Präzisierung „Lesen und Schreiben in einer Landessprache“ sowie von Buchstabe d.

Der Kanton OW schlägt statt d „Staatspolitische Grundkenntnisse“ vor.

Der Kanton JU regt eine Umformulierung von Buchstabe d an: "weitere Schlüsselkompetenzen zur Teilhabe am wirtschaftlichen und sozialen Leben".

SKOS fordert mehr Mittel für Grundkompetenzen.

Parteien

Die SP Schweiz begrüsst den Artikel und regt eventuell die Bezeichnung „Lebenskompetenzen“ an. Sie bedauert, dass offen bleibe, mit welchen Massnahmen die Ziele umgesetzt werden sollen.

CVP und EVP begrüssen die Förderung des Erwerbs und Erhalts von Grundkompetenzen.

Die EVP fordert, Buchstabe c solle nicht so ausgelegt werden, dass jeder einen Computerkurs bezahlt bekommen solle.

Die SVP verlangt, den ganzen Abschnitt 5 zu streichen. Grundkompetenzen seien Sache der obligatorischen Schule und damit der Kantone. Ähnlich äussert sich PLR-VD.

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