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Vernehmlassung 2011/70: Strategie Biodiversität Schweiz · 76 Seiten

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Strategie Biodiversität Schweiz BAFU 2011

1.4 Schnittstellen und Interessenabwägungen

Überall auf der Erde, wo es belebte Natur gibt, ist auch Biodiversität. In der Konsequenz hat sich eine Strategie Biodiversität Schweiz mit vielfältigen thematischen und organisatorischen Schnittstellen auseinanderzusetzen. Die wichtigsten Schnittstellen werden in Kapitel 6 (Biodiversität in relevanten Bereichen) sowie bei der Beschreibung der Handlungsfelder zu den Zielen aufgezeigt (Kap. 7). Zudem ist die vorliegende Strategie eingebettet in ein Netz aus zahlreichen weiteren Strategien und Programmen des Bundes zu sehen (Anhang A4).

Wo Schnittstellen bestehen, stellen sich oft Fragen zu potentiellen Wert-, Interessens-, Abwägung von Werten, und Zielkonflikten. Die vorliegende Strategie nimmt diese Fragen auf, soweit sie Interessen und Zielen bereits ersichtlich und auf einer strategischen Stufe abgrenzbar waren. Es ist damit zu rechnen, dass sich ein Grossteil der potentiellen Konflikte erst auf Ebene der konkreten Umsetzungsmassnahmen (Kap. 8.1) zeigt. Allfällige Wert-, Interessens-, und Zielkonflikte sind dann deshalb im Rahmen der Umsetzung zu analysieren und gegeneinander abzuwägen. Längst nicht jeder potentielle Konflikt manifestiert sich, ob nun auf Ebene der Strategie oder bei der konkreten Umsetzung. Sauber definierte Schnittstellen und gut ausgeleuchtete Konfliktbereiche können dazu beitragen, neue Lösungen zu finden. Insbesondere in Bereichen, die verzahnt sind und langfristig voneinander abhängen, muss eine Erörterung der Interessen, Ziele und Werte stattfinden.

Nicht immer wird eine rein fachliche Abwägung zielführend sein, bei grundlegenden Themen (z. B. Versorgung mit Nahrung, Versorgung mit Energie, langfristige Erhaltung von Ökosystemen) wird auch auf politischer Ebene zu erörtern sein, welche Gewichtungen kurz- und langfristig vorzunehmen sind.