Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2013/108: Teilrevision der Tierarzneimittelverordnung (TAMV) (2. Etappe, Massnahmenpaket 1) und Teilrevision der Arzneimittel-Werbeverordnung (AWV) zur Umsetzung der Mo. Eder 13.3393 · 79 Seiten

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tikaresistenzen (ABR) entsprechen. Obwohl die fleischverarbeitende Branche nicht in erster Linie von der zunehmend ernster zu werdenden Problematik der ABR betroffen ist und nach dem aktuellen Wissensstand eine Übertragung von ABR über Lebensmittel und damit auch über Fleisch nicht im Vordergrund steht, aber auch nicht a priori ausgeschlossen werden kann, ist sich auch unser Verband der Problematik und der Konsequenzen dieses für die ganze Gesellschaft relevanten Themas sehr wohl bewusst. Die grundsätzlich positive Haltung unseres Verbandes zur Nationalen Strategie Antibiotikaresistenzen ist unserer diesbezüglichen Stellungnahme vom 4. März 2015 an das BAG zu entnehmen.

Die vorliegende Teilrevision der TAMV soll daher insbesondere den Vollzug optimieren und den fachgerechten Einsatz von Tierarzneimitteln fördern. Sie richtet sich daher primär an die Akteure des BLV, die Bestandestierärzte, die kantonalen Veterinärämter, Nutztierhalter und Zuchtbetriebe. Als Abnehmer des Rohmaterials Fleisch ist die fleischverarbeitende Branche zwar nicht direkt, indirekt durch die Rückstandsproblematik aber sehr wohl von den Diskussionen um die Tierarzneimittel betroffen. In diesem Sinne unterstützen sie die vorgeschlagenen Anpassungen wie etwa die Ergänzung des Zweckartikels mit dem Ziel der massvollen Verschreibung, Abgabe und Anwendung von Antibiotika, die Weiterentwicklung der TAM-Vereinbarungen zwischen Bestandestierärzten und Nutztierhalter mit zwei Betriebsbesuchen pro Jahr, die Massnahmen in der Aus- und Weiterbildung der jeweiligen Stakeholder sowie die Verbesserungen im Hinblick auf die Führung des Behandlungsjournals sowie des Einsatzes von Fütterungsarzneimitteln und Arzneimittelvormischungen. Wir werden als Vertreter einer nur indirekt betroffenen Branche im Weiteren nicht auf einzelne Artikel eingehen.

Die SAB vertritt die Interessen der Berggebiete in den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Belangen. Mitglieder der SAB sind 23 Kantone, rund 700 Gemeinden sowie zahlreiche Organisationen und Einzelmitglieder. Die SAB unterstützt die Bestrebungen des Bundes, den Einsatz von Tierarzneimitteln weiter zu optimieren und unerwünschte Arzneimittelrückstände in Lebensmitteln tierischer Herkunft zu vermeiden. Insbesondere den massvollen Umgang mit Antibiotika zur Vermeidung von weiteren Resistenzbildungen bei Bakterien erachtet die SAB als das Gebot der Stunde für eine nachhaltige und entwicklungsfähige Tierproduktion. Aus diesem Grund unterstützt die SAB die in der Anhörung befindliche Nationale Strategie gegen Antibiotikaresistenzen (STAR).

Die SAB hält fest, dass das Ziel der vorliegenden TAMV eine straffere Organisation der Kontrolle und Überwachung der Tierärztinnen und Tierärzte durch die Kantone und den Bund ist und von Tierärztinnen und Tierärzten Zusatz- und regelmässige Weiterbildungen verlangt werden, was zu höheren Stundenansätzen und voraussichtlich höheren Kosten führt. Die SAB beantragt, dass bei der Umsetzung der TAMV dringend darauf zu achten ist, dass der zusätzliche administrative Aufwand und die höheren Kosten die Landwirtschaft nicht zusätzlich belastet.

3.1) Erweiterung Zweckbestimmung

Der ZT unterstützt zusätzliche Vorschriften zur Reduktion des Antibiotika-Einsatzes und aus seiner Sicht stimmt die Richtung. Es ist dem ZT aber wichtig zu betonen, dass die Änderungen in der TAMV nicht genügen als Massnahmen gegen den übermässigen Antibiotikaeinsatz. Die Zielvorgabe muss sein: Massvolle Verschreibung, Abgabe und Anwendung. Allerdings nützt es wenig, wenn nur der Grundsatz in der TAMV verankert wird.

Nach Ansicht von TG wird mit der vorgesehenen Ergänzung der Verordnung ein wichtiges strategisches Ziel formuliert, nämlich dem Problem der Antibiotikaresistenzen wirksam entgegenzutreten. Der vernünftige und gezielte Einsatz von Antibiotika in der Veterinärmedizin ist ein wesentliches Element in der Erreichung dieses Zieles.

AI unterstützt grundsätzlich die Bestrebungen des Bundes, die zunehmende Antibiotikaresistenz mit geeigneten Massnahmen zu bekämpfen.

VD stellt fest, dass die TAMV die Bekämpfung der Entwicklung von Antibiotikaresistenzen bis jetzt