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Vernehmlassung 2013/113: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2016-2019 (Kulturbotschaft) · 127 Seiten
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zeigen klar, dass an der Schnittstelle Kultur und Wirtschaft in der Schweiz ein grosses Potenzial brach liegt. Entsprechend positiv ist bis anhin die Resonanz zu den vorerwähnten Pilotaktivitäten des Bundes.
Herausforderungen
Zusammenarbeit zwischen Kultur- und Wirtschafts-/Innovationsförderung
In der Kreativwirtschaft gibt es Bereiche (namentlich Design, interaktive digitale Medien und Film), wo die Wirtschafts- und Innovationsförderung sowie die Kulturförderung ähnliche Interessen verfolgen: Die Kreativschaffenden sollen ihr kreatives Potenzial entfalten und ihre Produkte erfolgreich auf dem Markt lancieren können. Da die beiden Bereiche in der Regel mit unterschiedlichen Ansätzen arbeiten, existieren zurzeit aber weder in der Kulturnoch der Wirtschaftsförderung umfassende und koordinierte Fördermodelle für den Berufseinstieg des Nachwuchses. Daher ist es jungen Talenten der Kultur- und Kreativwirtschaft häufig nicht möglich, eigene Produkte zu entwickeln und diese erfolgreich zu verbreiten. Die Folge davon ist, dass viele Talente ins Ausland abwandern, das von den exzellenten Ausbildungsgängen an den Schweizer Hochschulen profitiert.57
Internationale Ausrichtung der Creative Industries
Der Schweizer Binnenmarkt ist für einen längerfristigen Erfolg in den Märkten der Kreativwirtschaft zu klein und der internationale Markt hart umkämpft. Hier gilt es innovative Geschäftsmodelle und neue Formate für die Promotion insbesondere von Design und interaktiven digitalen Medien im In- und Ausland zu entwickeln, welche den Eintritt in den internationalen Markt erleichtern und dadurch die führende Position der Schweiz im Global Innovation Index nachhaltig sichern.58
Rahmenbedingungen – «Observatoire Kulturwirtschaft»
Die Unternehmen der Kreativwirtschaft funktionieren weder wie kulturelle Einrichtungen noch wie wirtschaftliche Betriebe im engeren Sinne. Für eine dynamische Entwicklung dieses Wirtschaftssektors müssen deren spezifischen Rahmenbedingungen identifiziert und allenfalls optimiert werden. Dazu sind zunächst die erforderlichen wissenschaftlichen Grundlagen und Daten zusammenzutragen, aufzubereiten und zu analysieren.
Ziele und Massnahmen
Die Schnittstelle zwischen Kultur sowie Wirtschaft und Innovation wird gemeinsam von BAK und Pro Helvetia verfolgt. Pro Helvetia führt die in der laufenden Periode begonnene Umsetzung von koordinierten Förderinstrumenten im Design und den interaktiven digitalen Medien im Inland weiter und sorgt für deren Promotion und Verbreitung im In- und Ausland. Das BAK widmet sich der Erstellung von Grundlagenmaterial, der Klärung und Optimierung der Rahmenbedingungen und setzt konkrete Massnahmen der Kulturwirtschaftsförderung im Filmbereich um (vgl. zum Filmbereich Ziff. 2.1.7).
57 So wandern gemäss der Studie des BFS aus dem Jahre 2007 zur «Regionale Abwanderung von jungen Hochqualifizierten in der Schweiz» aus dem Designbereich 9% und aus dem IT-Bereich 30% ins Ausland ab.
58 Cornell University, INSEAD and World Intellectual Property Organization (WIPO) (2013): The Global Innovation Index 2013: The Local Dynamics of Innovation, Geneva, Ithaca and Fontainebleau.