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Vernehmlassung 2013/113: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2016-2019 (Kulturbotschaft) · 127 Seiten
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Koordinierte Innovations- und Start-up-Förderung
Die begonnenen Zusammenarbeiten in den Sparten Design und interaktive digitale Medien zwischen Kulturförderung, Industrie und Wirtschafts- und Innovationsförderung sollen während der Finanzierungsperiode 2016–2019 systematisiert werden (vgl. Ziff. 2.1.2, 2.4). Pro Helvetia integriert die Pilotprojekte aus der Finanzierungsperiode 2012–2015 im Design und in den interaktiven digitalen Medien in ihr ordentliches Portfolio. Ziel ist eine koordinierte, sich ergänzende Innovations- und Start-up-Förderung (ab Berufseinstieg bis zur Marktetablierung), die sicherstellt, dass Unternehmer der Kreativwirtschaft ihr kreatives Potenzial voll ausschöpfen und gleichzeitig ihre Produkte erfolgreich auf dem Markt positionieren können. Dabei sollen bestehende Instrumente aufeinander abgestimmt und ergänzt werden durch Projektbeiträge (Entwürfe, Recherchen), Werkbeiträge (Prototypen, Produktion) sowie Angebote zur Unterstützung des Markteinstiegs (Coaching, Mentoring).
Entscheidend für den Erfolg der koordinierten Förderung ist, dass die Wirtschafts- und Innovationsförderung nicht erst nach der Kulturförderung ansetzt, sondern beide von Anfang an koordiniert und komplementär zusammenwirken. Die Kulturförderung unterstützt die Projekte und Konzepte in ihrer risikoreichen Entwicklungsphase mit Fokus auf Qualität, Kreativität und Innovation. Die Wirtschaftsförderung stellt den Kreativschaffenden ihr unternehmerisches Fachwissen (Entwicklung von Businessmodellen, Vertriebsplänen, Best Practices usw.) und die Starthilfen beim Markteinstieg und Export zur Verfügung. Die synchronisierte Zusammenarbeit von Kultur- und Wirtschaftsförderung verschafft der Schweizer Kreativwirtschaft einen Startvorteil beim Eintritt in den (inter-)nationalen Markt und führt zu einer volkswirtschaftlichen Wertschöpfung. Dies schafft schliesslich inländische Investitionsmöglichkeiten für private Investoren.
Stärkung der Visibilität und Präsenz im In- und Ausland
Durch die Einführung von sich ergänzenden Promotions- und Förderinstrumenten (in Zusammenarbeit mit dem EDA und Partnern aus der Wirtschaft und der Exportförderung) sowie den Aufbau von längerfristigen Partnerschaften mit ausgewählten internationalen Plattformen wie z. B. internationalen Messen und Festivals wird der Zugang zum nationalen und internationalen Markt verbessert und gleichzeitig das innovative Bild der Schweiz gestärkt. Eine Bündelung der Kräfte und ein koordiniertes Auftreten könnte mit wenig Aufwand viel bewirken. Design und interaktive digitale Medien sind hervorragende Botschafter, um Schweizer Qualitäten wie Technologie, Innovation und Talent im internationalen Kontext zu unterstreichen.
«Observatoire Kulturwirtschaft»
Ein beim BAK angesiedeltes «Observatoire Kulturwirtschaft» sammelt Kulturwirtschaftsstudien des In- und Auslands, wertet diese aus und stellt sie den Interessierten in leicht zugänglicher Form zur Verfügung. Es schafft die fachlichen Grundlagen für die Festlegung von politischen Zielen sowie die Verbesserung der Rahmenbedingungen. Es begleitet für die Kulturwirtschaft relevante Rechtsrevisionen (Steuerrecht, Arbeitsrecht, Urheberrecht). Zusammen mit Pro Helvetia sollen die Diskussion über die Kulturwirtschaft animiert werden und Veranstaltungen zum Thema (Think Tank Kultur & Wirtschaft, Forum Kultur & Ökonomie usw.) unterstützt werden. Das BAK baut zusammen mit Pro Helvetia sowie Kantonen und Städten Netzwerke auf, die Kulturschaffende, Studierende, Unternehmer, Start-ups, Forschende, Lehrende, Wirtschaftsleute und Medien zusammenbringen.