Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2013/27: Reform der Altersvorsorge 2020 · 212 Seiten

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Grafik 1-7 Vergleich von notwendiger und erzielter Rendite, Entwickelung des durch-

schnittlichen Deckungsgrades, 2000-2012

170

160

150

ASIP

140

130

Mindestzins 120

110 Sollrendite 4%

100

Complementa 90

Deckungsgrad 80

Wie sich zeigt, waren die effektiven Renditen ungenügend. Dies hat zur Folge, dass sich die Vorsorgeeinrichtungen heute finanziell fast im Gleichgewicht befinden (Deckungsgrad von 100 %). Ende 1999 konnten sie im Durchschnitt noch rund 25 Prozent Reserve ausweisen.

Die Volatilität auf den Finanzmärkten wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst, weshalb es unmöglich ist, die wahrscheinliche Entwicklung der Renditen vorherzusagen. Grundsätzlich kann aber davon ausgegangen werden, dass risikoarme Anlagen tendenziell eine geringere Rendite erzielen. Mit zunehmender Lebenserwartung müssen die Vorsorgegelder für einen längeren Zeitraum angelegt werden, ohne übermässige Risiken einzugehen. Daraus ergibt sich, dass die Renditeerwartungen entsprechend der aktuellen Entwicklung nicht zu hoch angesetzt werden dürfen. Je länger die realisierten Kapitalmarkterträge und die Erfordernisse des Umwandlungssatzes auseinanderklaffen, desto eher geraten die Vorsorgeeinrichtungen in eine finanzielle Schieflage.

Finanzielle Perspektiven für die berufliche Vorsorge

Die beiden zentralen Einflussfaktoren des Mindestumwandlungssatzes sind die Lebenserwartung der Rentnerinnen und Rentner und die voraussichtliche Kapitalrendite. Für keinen der beiden Parameter sind zuverlässige Entwicklungsprognosen möglich. Für die Lebenserwartung können jedoch anhand der von den Vorsorgeeinrichtungen häufig verwendeten technischen Grundlagen18 Hochrechnungen angestellt werden. Die Entwicklung der Kapitalmarktrenditen kann nicht vorhergesagt werden, sondern muss sich einerseits an der gebotenen Vorsicht bei der Anlage von

18 BVG 2010; VZ 2010.