Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2014/12: Wirksamkeitsbericht 2012-2015 des Finanzausgleichs zwischen Bund und Kantonen · 269 Seiten
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Wirksamkeitsbericht des Finanzausgleichs zwischen Bund und Kantonen
Insbesondere in den ersten beiden Jahren sind die Zunahmen bei der Variante Lin_50 erheb-
lich. Dies hat auch damit zu tun, dass Aargau im Jahr 2008 mit dieser Variante kaum Aus-
gleichszahlungen erhalten hätte. Auch bei den anderen Varianten nehmen die Zahlungen
in diesem Zeitraum deutlich zu. In den Jahren 2011–2014 sind die Schwankungen deutlich
geringer, liegen aber immer noch über denjenigen des Kantons Uri.
Die lineare Berechnungsmethode führt insbesondere bei den ressourcenstärksten Empfänger-
kantonen zu deutlich stärkeren Schwankungen. Dafür sind die Ausgleichsbeträge hier auch
tiefer. Im Jahr 2014 betrugen diese für den Kanton Aargau 193 Millionen. Mit der Methode
Lin_50 wären es noch 67 Millionen gewesen.
Abbildung 8.04 Jährliche Veränderungen der Ausgleichszahlungen für den
Kanton Aargau
Abbildung 8.04 Jährliche Veränderung der Ausgleichszahlungen für den Kanton Aargau
250%
200%
150%
100% Prog
Lin_50 50%
0%
-50%
2009 2010 2011 2012 20132014
Als Mass für die Schwankungen lässt sich die Standardabweichung verwenden. In der nach-
folgenden Tabelle sind diese für ausgewählte Kantone aufgeführt. Es handelt sich um die drei
ressourcenschwächsten Kantone (UR, JU, GL), drei mittelstarke Empfängerkantone (BE, LU,
TG) und drei Empfängerkantone, welche relativ ressourcenstark sind (GR, AI, AG).
Tabelle 8.06 Tabelle 8.06Standardabweichung der Veränderungen bei den Ausgleichszahlungen; ausgewählten Kantone; 2008 - Standardabweichung der Veränderungen bei den Ausgleichszahlungen;
2014 ausgewählte Kantone; 2008–2014
UR JU GL BE LU TG GR AI AG Prog 3.0% 3.3% 6.4% 5.3% 4.6% 4.4% 13.1% 12.5% 19.6% Lin_50 5.4% 5.4% 6.7% 6.5% 4.8% 5.6% 15.3% 22.0% 85.8%
Es zeigt sich, dass die Schwankungen bei der heutigen Methode immer geringer sind. Bei bei-
den Methoden gilt jedoch, dass sowohl die Veränderungen, wie tendenziell auch die Varianz
mit steigender Ressourcenstärke zunehmen.