Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2014/122: Direkter Gegenentwurf zur Volksinitiative «Für Ernährungssicherheit» · 14 Seiten
Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 11Fedlex · Ergebnisbericht
wurf ablehnt, möchte den Begriff „ressourcenschonend“ durch „ressourceneffizient“ ersetzen und präzisieren, dass die Lebensmittel preisgünstig sein sollen. FRC und Asci möchten den Passus folgendermassen umformulieren: „einen ressourcenschonenden Konsum von einheimischen oder importierten, gesunden und nahrhaften Lebensmitteln aus Produktionsmethoden nach Buchstabe b unter Berücksichtigung der Vorlieben der Bevölkerung“. Damit solle unter dem Titel Ernährungssicherheit auch den Aspekten der Lebensmittelsicherheit und der Wahlfreiheit der Konsumenten gebührend Rechnung getragen werden.
Einige Organisationen (z.B. SFF, sgv, kf), die grundsätzlich einen direkten Gegenentwurf ablehnen, möchten den Buchstaben e ebenfalls streichen.
Weitere Forderungen
Kantone
BL fordert Massnahmen, um die Eiweissimporte für die Tierproduktion zu reduzieren. Diese Importe, grösstenteils aus Schwellenländern, seien weder umweltfreundlich noch nachhaltig.
Organisationen
Ein Teil der bäuerlichen Organisationen (SRP, Swiss Tabac), Proviande sowie das Centre Patronal fordern, dass die im direkten Gegenentwurf nicht explizit erwähnten Massnahmen bezüglich eines geringen administrativen Aufwands für die Landwirtschaft und einer angemessenen Investitionssicherheit ergänzt werden. Das fordern auch verschiedene Organisationen (z.B. SBV, VSGP), die grundsätzlich einen direkten Gegenentwurf ablehnen oder sich bei Frage 1 enthalten haben.
Proviande verlangt zudem, dass eine Reduktion des administrativen Aufwandes nicht nur für die Landwirtschaft, sondern auch für die nachgelagerte Ernährungswirtschaft erfolgt. Diese Haltung unterstützt auch der SFF, der grundsätzlich einen direkten Gegenentwurf ablehnt.
Die VMI und Emmi fordern folgende Ergänzung des direkten Gegenentwurfs: „Sektoren mit strategischer Bedeutung“. Der Fokus der Rahmenbedingungen soll so zunehmend auf Wertschöpfungsketten mit nachhaltigen Markt- und Zukunftsperspektiven gelegt werden, die auch in einem stärkeren internationalen Wettbewerb Potenzial haben.
Der SGB fordert eine bessere Berücksichtigung der Arbeitsbedingungen der landwirtschaftlichen Arbeitnehmenden im direkten Gegenentwurf und möchte daher einen Buchstaben f mit folgendem Wortlaut ergänzen: „gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne in der Landwirtschaft.“.
072.10-00003 \ COO.2101.101.4.280270