Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2015/25: Weiterentwicklung der Invalidenversicherung (IV) · 164 Seiten
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- Die Schulen sollen darauf hingewiesen werden, welche Angebote sie zur Verfügung stellen sollten und wie diese am besten zu nutzen wären, um psychische Gesundheitsprobleme von Schülerinnen und Schülern anzugehen oder zu verhindern.
- Durch systematisches Erfassen von Schul- und Ausbildungsabbrüchen die Begleitung der betreffenden Jugendlichen sowie die Koordination unter den involvierten Akteuren sicherstellen.
- Übergänge von der Schule in die Ausbildung begleiten und Arbeitsanreize für gefährdete bzw. gering ausgebildete Jugendliche schaffen und ausbauen.
Handlungsbedarf in Folge des OECD-Berichts
Die Empfehlungen der OECD zeigen deutlich, dass nicht die IV allein, sondern bereits vorgelagerte Systeme vor der Herausforderung stehen, für Personen mit psychischen Beeinträchtigungen eine aktivere Rolle einzunehmen und so nach Möglichkeit das Entstehen langfristiger Krankheitsverläufe zu verhindern. Neben den Verbesserungen innerhalb der Systeme steht somit die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren dieser Systeme im Vordergrund, um adäquat mit psychischen Erkrankungen von jungen Erwachsenen und Personen im Erwerbsleben umzugehen und somit individuelles Leiden sowie gesamtwirtschaftliche Kosten zu mindern. Die Weiterentwicklung der IV nimmt diese Empfehlungen der OECD auf, soweit sie sinnvoll sind und die IV zuständig ist.
1.1.4 Finanzielle Situation der Invalidenversicherung
Die finanzielle Situation der IV präsentiert sich folgendermassen:
Im Jahr 2014 betrug ihr Aufwand 9,25 und ihr Ertrag 9,94 Milliarden Franken (inkl. 1,12 Milliarden Franken aus der MWST-Zusatzfinanzierung).
Die Schulden der IV beim AHV-Fonds konnten in den letzten drei Jahren um 2,2 Milliarden Franken reduziert werden.
Da sich der Rückgang der Neurenten je länger je stärker auf die Ausgaben auswirkt, wird die IV auch nach Auslaufen der Zusatzfinanzierung Überschüsse ausweisen.
Dementsprechend wird die Schuldenrückzahlung bis spätestens 2030 abgeschlossen sein.
Betriebsrechnung 2014 ergibt Überschuss von fast einer Milliarde Franken
Die IV wird nach dem Umlageverfahren finanziert. Dies bedeutet, dass die Einnahmen eines Jahres für die Finanzierung der Leistungen des gleichen Jahres verwendet werden. Im Jahr 2014 betrug der Aufwand 9,25 und der Ertrag 9,94 Milliarden Franken (inkl. 1,12 Milliarden Franken aus der MWST-Zusatzfinanzierung). Damit schloss die Versicherung mit einem positiven Umlageergebnis in Höhe von 685 Millionen Franken ab. Zusätzlich betrug das Anlageergebnis des IV-Fonds 238 Millionen Franken, was zu einem Betriebsergebnis von 922 Millionen Franken führte.