Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2015/55: Strategie der Schweiz zu invasiven gebietsfremden Arten · 48 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 27Fedlex · Ergebnisbericht

ein dynamisches Entscheidungsmodell geknüpft werden soll. Der GE möchte unterscheiden zwischen etablierten invasiven gebietsfremden Arten (Verkaufsverbot) und neuen, möglichen invasiven gebietsfremden Arten (Kontrolle durch Inverkehrbringer und Sensibilisierungen von diesen hierfür).

WWF, ProNatura, ProNaturaGR schlagen die regelmässige Kontrolle eines zukünftigen Verbotes und die Ahndung von Verstössen durch den Bund in Zusammenarbeit mit Branchenverbänden vor. Agroscope und INH verlangen den Einsatz des Bundes für ein europaweit einheitliches Zulassungsverfahren von gebietsfremden Arten, welche als Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen sollen.

KOK sieht den Grenzschutzes als prioritäre Massnahme gegen die Einschleppung von invasiven gebietsfremden Arten und möchte, dass dies stärker hervorgehoben wird.

Als weitere zusätzliche Massnahmen fordert Info Flora die Erarbeitung und Umsetzung von konkreten Massnahmen zur Verhinderung invasiver gebietsfremder Arten in noch nicht betroffenen Lebensräumen. Die Umweltorganisationen WWF, ProNatura, SVS, ProNaturaGR schlagen ein Frühwarnsystem mit entsprechenden Kommunikationsflüssen und kurzfristigen Handlungsmöglichkeiten vor. Dieses soll durch eine Expertengruppe des Bundes aufgebaut werden. Die Vogelwarte Sempach und der SVS empfehlen eine Rücknahmepflicht im Tierhandel. Analog zu den Bestimmungen für Elektrogeräte würde eine «vorgezogene Entsorgungsabgabe» verhindern, dass Tierhalter Schildkröten, Zierfische etc. in die Umwelt entsorgen.

Stossrichtung 2.1: Zielgruppengerecht informieren und sensibilisieren

LI begrüsst die Massnahme explizit. Bezüglich der Zuständigkeit zur Verankerung der Massnahme 2-1.1: Veran-

kerung Bildung

Handlungskompetenzen im Umgang mit invasiven gebietsfremden Arten in den Bildungserlassen, halten SVNF, SVU und SCNAT fest, dass die Berufsfelder, insbesondere Natur, zu präzisieren sind (z.B. Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau, Landschaftsplanung). a+, JU und Prométerre erachten es für wichtig, dass die Landwirtschaft explizit genannt wird. VSSG, ERFA und SSV sind der Ansicht, dass auch die Branche der «Bekämpfer/Innen» einzubeziehen ist und dass die Aufzählung mit weiteren Akteuren wie BSLA, WVS, etc. ergänzt werden muss. BIOMASSE Schweiz betont, dass auch Branchen der Entsorgungsschiene (Sammeldienste etc.) miteinzubeziehen sind, da die korrekte Entsorgung von invasiven gebietsfremden Arten ein wichtiger Teil zur Verhinderung der Ausbreitung darstellt. Für FR ist es wichtig, dass Personen, welche Unterhalt betreiben, gut geschult werden (Landwirte, Förster etc.). VSGP und SBV sind der Ansicht, dass nicht nur die berufliche Bildung sondern auch die höhere Bildung erwähnt und miteinbezogen werden muss.

VSGP und SBV halten fest, dass es Sache der Bundesbehörden sei, die Verantwortlichen immer auf dem neuesten Stand zu halten. bauenschweiz und der SBV lehnen eine Verantwortung der OdA und der Branchenverbände ab, solange die Massnahmen noch nicht bekannt und definiert sind und können sich diese Massnahme höchstens auf freiwilliger Basis vorstellen.

Bezüglich der Anbieter von Weiterbildungsangeboten hält Prométerre fest, dass die Massnahme 2-1.2: Veran-

kerung Weiterbildung

Landwirtschaft explizit miteinbezogen werden muss, NSP findet, dass Weiterbildungen auch in Gemeinden stattfinden sollen und TG ist der Ansicht, dass die AGIN miteinzubeziehen ist. Die Kantone GR, ZH und die KVU sehen sogar die Federführung bei der AGIN, da diese die nötigen Kontakte zu den Branchenverbänden hat.

Die SCNAT möchte, dass die Massnahme folgendermassen ergänzt wird: nicht nur die Erkenntnisse zu invasiven gebietsfremden Arten sollen im Weiterbildungsangebot aufgenommen werden, sondern auch Erkenntnisse zu deren Ausbreitung.

Gemäss VSSG, ERFA und SSV sollen unter den Branchenverbänden explizit auch Massnahme 2-1.3: Infor-

mierung durch Bran-BSLA und SIA, ICOMOS Suisse aufgeführt werden. Prométerre möchte einen expliziten chenverbände