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Vernehmlassung 2015/79: Bericht des Bundesrates über die Sicherheitspolitik der Schweiz · 91 Seiten
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Sicherheitspolitischer Bericht 2016 (Entwurf) Seite 7 _____________________________________________________________________________________
grundlage wird China 2025 oder wenig später voraussichtlich die USA als weltgrösste Wirtschaft ablösen.
In weiten Teilen der Welt verbessern sich die Lebensbedingungen – mit ungewissen Folgen
Die Entwicklung von Wirtschaftskraft und Einkommen in Entwicklungs- und Schwellenländern wird in den nächsten zehn Jahren zu stark erweiterten Mittelklassen führen, vor allem in Asien, Lateinamerika und in geringerem Mass auch in Afrika. Dieser Trend wird bewirken, dass mehr Regionen ein höheres Bildungsniveau erreichen und sich die Nutzung moderner Technologien und Kommunikationsmittel weltweit massiv ausdehnt. Diese Entwicklung verspricht für Hunderte von Millionen Menschen eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen. Sie kann in weiten Teilen der Welt Impulse zur Stabilisierung von Gesellschaften geben, anderswo aber durch wachsende Ansprüche auf politische und wirtschaftliche Partizipation auch herrschende Ordnungen destabilisieren. Höherer Wohlstand bedeutet auch einen erhöhten Bedarf nach Ressourcen (z.B. Energieträger, Nahrungsmittel, Wasser), was zu Konflikten beitragen kann.
Der Trend zur Ausbreitung von Wohlstand hat indessen auch zur Folge, dass sich die Mittel zur gewaltsamen Austragung von Konflikten weltweit stark verbreiten. Immer mehr Akteure werden über ein immer grösseres Spektrum von Waffen verfügen. Wo bis vor Kurzem Staaten ein Monopol hatten, werden auch Einzeltäter und Kleingruppen zunehmend fähig sein, grossflächig Schaden anzurichten.
Auch der technologische Fortschritt wirkt als globaler Treiber
Eng verknüpft mit der Entwicklung der Weltwirtschaft und des Wohlstands ist die technologische Entwicklung. Neue Produktionstechnologien in der Industrie, in der Landwirtschaft, im Energiesektor oder im Gesundheitswesen haben grosse Auswirkungen. So hat die neue Technologie zur Ausbeutung von Öl- und Gasreserven die USA in wenigen Jahren auf den Weg zur Energieautarkie gebracht. Miniaturisierung, Automatisierung, verstärkte Nutzung des Weltraums und die rasch fortschreitende Vernetzung der Infrastruktur dank neuer Informations- und Kommunikationstechnologien versprechen grosse Entwicklungssprünge in Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Verwaltung. Sie verschärfen gleichzeitig aber auch die Problematik, dass viele Güter sowohl für friedliche wie auch machtpolitische, kriegerische oder kriminelle Zwecke verwendet werden können. Schranken für den illegalen Einsatz von Hochtechnologie zum grossflächigen Schaden der Gesellschaft werden fortwährend erodieren und deshalb neu definiert und durchgesetzt werden müssen. Dies betrifft insbesondere die Forschungsfreiheit und hier im speziellen die biotechnologische Forschung.
Vor- und Nachteile des technologischen Fortschritts sind besonders im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie offensichtlich. Diese durchdringt mittlerweile praktisch alle Lebensbereiche, und die Möglichkeiten zur Nutzung von „Big Data“ werden sich enorm ausweiten, mit potenziell grossen positiven Impulsen für die Wirtschaft, aber auch für den Staat: Vernetzung der öffentlichen Infrastruktur für mehr Effizienz, Transparenz und Interaktivität mit den Benutzern. Umgekehrt entstehen grosse Risiken bezüglich Datensicherheit und Schutz vor mutwilliger oder gar feindlicher Störung derselben Infrastruktur (von der Elektrizitätsversorgung über Kommunikationsmittel bis hin zur illegalen Beschaffung und Manipulation von Informationen), insbesondere bei der Entwicklung des „internet of things“, der digitalen Verknüpfung von Gegenständen und Maschinen.
Teil dieser technologischen Entwicklung ist die Weiterentwicklung und -verbreitung von leistungsfähigen Waffen. In der konventionellen Rüstung wird sich vor allem die Aufklärung und darauf basierend die Fähigkeit zur sofortigen und präzisen Zielbekämpfung verbessern und ver-