Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2016/10: Verordnung des EDI über die Festsetzung des Beitrags für die allgemeine Krankheitsverhütung · 17 Seiten
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der Stiftung finanziell getragen. Die KAP werden alle zwei Jahre umfassend evaluiert und die entsprechenden Berichte werden auf der Website veröffentlicht. Die Evaluationsergebnisse bestätigen die Vorgehensweise und die Konzeption der KAP.
Das Ziel der KAP ist es, den Anteil der Bevölkerung mit einem gesunden Körpergewicht zu erhöhen. Die kantonalen Gesundheitsdepartemente sind dabei die direkte Zielgruppe der Stiftung, Endzielgruppe sind Kinder und Jugendliche in der Schweiz. Zentrales Element der KAP ist die Strukturierung auf vier Ebenen:
Interventionen: Es werden regional erprobte Projekte mit den Schwerpunkten Bewegung und Ernährung in der ganzen Schweiz verbreitet. Dadurch sparen die Kantone Kosten für die Entwicklung eigener Projekte.
Policy: Es wird eine positive und dauerhafte Veränderung des Lebensumfelds von Familien in der Schweiz angestrebt.
Vernetzung: Akteure auf Kantons-, Gemeinde- und Organisationsebene werden angeregt, sich zu vernetzten.
Öffentlichkeitsarbeit: Es werden die Grundlagen erarbeitet, damit die Kantone ihre Zielgruppen sensibilisieren können.
Gesundheitsförderung für ältere Menschen
Seit 2011 hat die Stiftung die Trägerschaft des Pilotprojekts Via übernommen. Es leistet auf der individuellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ebene einen Beitrag zum gesunden Altern in der Schweiz. Mit dem Projekt soll die Gesundheit älterer Menschen gefördert werden. Es hat die Stärkung der Autonomie und die Verringerung der Pflegebedürftigkeit von älteren Personen zum Ziel. Die direkte Zielgruppe sind Gesundheitsförderungs-Akteure auf kantonaler und kommunaler Ebene. Thematisch konzentriert sich das Projekt auf Bewegungsförderung, Sturzprävention und psychische Gesundheit bzw. soziale Teilhabe. Via bietet Beratungsdienstleistungen, Informationsmaterialien, Umsetzungshilfen und Wissensgrundlagen an. Ähnlich wie bei den KAP werden erprobte Vorgehensweisen kommuniziert und Erfahrungsaustausche organisiert. Aktuell beteiligen sich zehn Kantone an diesem Pilotprojekt. Die Evaluation von Via3 zeigt, dass die Dienstleistungen und Angebote mehrheitlich positiv gewertet und als nützlich eingestuft werden. Insbesondere die Organisation von Netzwerktagungen und Erfahrungsaustauschtreffen, die Aufarbeitung von wissenschaftlichen Grundlagen sowie die individuelle Beratung und Begleitung entsprechen einem Bedürfnis der Kantone und werden entsprechend geschätzt. Da die Ausgangslagen in den beteiligten Kantonen sehr heterogen sind, braucht es flexible Unterstützungsformen und eine modulare Angebotspalette, auf welche die Kantone nach Bedarf zugreifen können. Dazu gehört u.a. eine Übersicht über bewährte Interventionen der Gesundheitsförderung im Alter. Ein kantonales Aktionsprogramm Gesundheitsförderung und Prävention im Alter wird vor diesem Hintergrund von den Via-Partnerkantonen begrüsst.
1.2 Strategische Grundlagen für die Weiterentwicklung der Aktivitäten
Die Stiftung ist in die Erarbeitung des Dialog-Berichts «Psychische Gesundheit in der Schweiz. Bestandsaufnahme und Handlungsbedarf»4 und der Strategie «Prävention von nichtübertragbaren Krankheiten»5 (NCD-Strategie) eingebunden. Der Bericht «Psychische Gesundheit in der Schweiz. Bestandsaufnahme und Handlungsbedarf» wurde am 29. Mai 2015 vom Dialog Nationale Gesundheitspolitik (Dialog NGP), der ständigen Plattform von Bund und Kantonen und die NCD-Strategie wurde am 25. Februar 2016 vom Dialog NGP, sowie am 6. April 2016 vom Bundesrat verabschiedet. Sowohl der Bericht «Psychische Gesundheit in der Schweiz» wie auch die NCD-Strategie zeigen den Handlungsbedarf und strategische Stossrichtungen für Massnahmen auf und bilden die Basis für den Antrag der Stiftung zur
3 Wight, N., Laubereau, B., & Feller-Länzlinger, R. (2015). Evaluation Via 2015. Erkenntnisse und Empfehlungen im Hinblick auf den Aufbau eines kantonalen Aktionsprogramms Gesundheitsförderung im Alter. Bern und Lausanne: Gesundheitsförderung Schweiz.
4 http://www.bag.admin.ch/themen/gesundheitspolitik/14149/14714/?lang=de (Zugriff 13.01.2016)
5 http://www.bag.admin.ch/themen/medizin/00683/index.html?lang=de (Zugriff: 13.01.2016)