Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2016/49: Verlängerung und Änderung der Verordnung über den Normalarbeitsvertrag für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Hauswirtschaft · 14 Seiten

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Abbildung 1 zeigt auf wie sich die bewilligungspflichtige Zuwanderung von Personen, welche der Berufsgruppe „Hauswirtschaftsberufe“ zugeordnet werden können, über die letzten Jahre

entwickelt hat.

Die Zuwanderung betrug im Jahr 2015 in der Berufsgruppe „Hauswirtschaftsberufe“ 3‘283 Personen und spielte dabei eine untergeordnete Rolle im Kontext der gesamten Zuwanderung (2%). Angesichts der Grösse des betroffenen Arbeitsmarktes (inländische Berufsgruppe wird gemäss Strukturerhebung des BFS auf 23‘000 Beschäftigte geschätzt) dürfen die vergleichsweise tiefen Zuwanderungszahlen jedoch nicht unterschätzt werden. In den letzten 10 Jahren hat die Zuwanderung in diesem Bereich zudem um 32% und somit überdurchschnittlich stark zugenommen.

Gut ersichtlich in Abbildung 1 ist, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften, welche hauswirtschaftliche Berufe ausüben, vermehrt durch Personen aus den EU-10-Staaten gedeckt wird, Länder mit einem deutlich tieferen Lohnniveau als die Schweiz. Während im Jahr 2005 noch 90 Prozent aller Einwanderer in der Berufskategorie „Hauswirtschaftsberufe“ aus dem EU-17-Raum stammten, lag dieser Anteil im Jahr 2015 noch bei 54 Prozent. Der Anteil Zuwanderer aus den neuen EU-Ländern erhöhte sich zwischen 2007 und 2015 von 13 Prozent auf 36 Prozent. Im Jahr 2015 stammten Dreiviertel der rund 3‘200 Zugewanderten aus den in Tabelle 1 aufgeführten Ländern. Angeführt wird die Ranglisten von Portugiesen, Polen und Spaniern.

Tabelle 1: Bewilligungspflichtige Zuwanderung in die Berufsgruppe „Hauswirtschaftsberufe“

nach Nationalität (SEM, ZEMIS)

2015 Zugewanderte in der Berufsgruppe Anteil in % "Hauswirtschaftsberufe"

Portugal 564 17%

Polen 443 13%

Spanien 408 12%

Italien 289 9%

Slowakei 258 8%

Ungarn 184 6%

Deutschland 121 4%

Vereinigtes Königreich 121 4%

Philippinen 113 3%

Andere 782 24%

Total 3'283 100%

Dass die Rekrutierung von ausländischen Arbeitskräften in der Hauswirtschaft von Bedeutung ist, zeigt auch ein Blick auf die Entwicklung der meldepflichtigen Kurzaufenthalter (Abbildung 2). Abbildung 2 bezieht sich hingegen nicht auf den Beruf sondern auf die Einsatzbranche „private Haushaltsdienstleistungen“. Somit werden Personen, welche via einen Personalverleiher angestellt wurden und Dienstleistungen in einem privaten Haushalt erbringen, in Abbildung 2 nicht erfasst. Trotzdem ist auch hier ersichtlich, dass insbesondere die Anzahl kurzfristige Stellenantritte von Personen aus dem EU/EFTA-Raum bei Schweizer Arbeitgebern (private Haushalte) in den letzten Jahren stark zugenommen hat.