Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2017/15: Bundesgesetz über anerkannte elektronische Identifizierungseinheiten (E-ID-Gesetz) · 49 Seiten
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Namen müssen auch dann verhindert werden können, wenn die technischen Hilfsmittel mittels Cyberangriff manipuliert wurden oder Informationen aus diesen herausgelesen wurde. Um dies zu gewährleisten muss das Authentifizierungsmittel der E-ID über besonders vertrauenswürdige Komponenten verfügen, die dem Stand der Technik entsprechen.
1.2.6 Beitrag des Staates zu den E-ID-Systemen
Überblick
Eine staatlich anerkannte E-ID bestätigt die Existenz und Identität einer natürlichen Person aufgrund der Personenidentifizierungsdaten, die in staatlich geführten und gepflegten Registern hinterlegt sind. Der Staat auf allen föderalen Ebenen geniesst dabei besonderes Vertrauen für die Bestätigung der Identität einer Person. Basis ist die regelmässig wiederkehrende Identifizierung bei einer staatlichen Stelle anlässlich einer Ausweiserstellung.
Der Bund legt die Vertrauensbasis für anerkannte E-ID-Systeme und übernimmt dazu mehrere Aufgaben im Bereich der anerkannten E-ID.
1. Er erarbeitet und pflegt die Rechtsgrundlagen und bewirkt damit Transparenz und Si-
cherheit;
2. er definiert einzuhaltende Standards, Sicherheits- und Interoperabilitätsanforderungen für
den Betrieb eines E-ID-Systems;
3. er betreibt eine elektronische Schnittstelle, über welche anerkannte IdP staatlich geführte
Personenidentifizierungsdaten beziehen können;
4. er anerkennt IdP und ihre E-ID-Systeme; und
5. er beaufsichtigt anerkannte IdP und E-ID-Systeme.
Diese Aufgaben sollen beim Bund von zwei Verwaltungseinheiten wahrgenommen werden: der Schweizerischen Stelle für elektronische Identität (Identitätsstelle) und der Anerkenungsstelle für Identitätsdienstleister (Anerkennungsstelle).
Bund
Schweizerische Anerkennungsstelle
Stelle für elektroni- für Identitätsdienst-
sche Identität leister
Rechtsrahmen Datenschnittstelle zu Anerkennung der IdP Aufsicht
IdP
Register mit Personenidentifizierungsdaten
Die Schweizer Behörden der verschiedenen föderalen Ebenen pflegen mehrere Register, die Personenidentifizierungsdaten enthalten. Als Beispiele seien hier die kantonalen und kom-