Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2017/24: Änderung der Verordnung über die Festlegung und die Anpassung von Tarifstrukturen in der Krankenversicherung · 58 Seiten

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PKS lehnt die Tarifanpassung ab, weil sie die Tarifstruktur noch unsachgerechter mache als bis anhin. Nach Ansicht von PKS fehlen bestimmte Leistungen in der aktuellen Tarifstruktur, insbesondere die Leistungen in Abwesenheit des Patienten. PKS fände es besser, wenn der Bundesrat die von H+ und curafutura eingereichte Tarifstruktur vom 15. August 2016 verabschieden würde. Die Festlegung von Sitzungsdauern in den Tarifpositionen käme einer Änderung des Tarifmodells gleich und die Werte der Positionen entsprächen nicht den Zeiten. Für PKS muss der Wert der Positionen eine konkrete Grundlage haben. Weiter führe die Kombination von zeitlichen Limitationen und Limitationen betreffend mögliche Kombinationen dazu, dass zahlreiche Leistungen, vor allem für multimorbide Patientinnen und Patienten, nicht vollständig abgegolten seien. Im Übrigen bezweifelt Privatkliniken Schweiz, dass die in die Vernehmlassung gegebene Struktur als Einzelleistungstarifstruktur gemäss Artikel 43 KVG betrachtet werden kann.

Alpha Q-Zirkel, USZ (Physio), VDCPT und VDCPT-OS bestreiten die vom Bundesrat in der Vernehmlassung vorgeschlagene Struktur. Diese vermische die Einzelleistungstarifstruktur mit einem auf Zeit basierenden Pauschaltarif. Diese Änderung sei untragbar. Im Gegensatz zur Behauptung im Kommentar zur Verordnung, ignoriere die vorgeschlagene Struktur praktisch gänzlich die Vorschläge der Tarifpartner. Die vorgeschlagene Tarifstruktur und insbesondere die Einführung von Dauern begrenze die effiziente, wirksame und sachgerechte Leistungserbringung. Sie berücksichtige eine ganze Reihe von Physiotherapeutinnen und -therapeuten erbrachten Leistungen nicht.

Rodtegg stellt fest, dass sich die Anforderungen für die Physiotherapeutinnen und -therapeuten in den letzten 20 Jahren stark verändert haben, die Kosten der Physiotherapie an den Gesamtkosten des Gesundheitswesens jedoch stabil geblieben sind. Der Medizinische Fortschritt und das veränderte komplexere Patientenprofil verlangen eine hohe Professionalität und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Die Dauer und Art und Weise einer Behandlung können aufgrund der individuellen Probleme nur von Fall zu Fall definiert werden. Rodtegg verlangt die Streichung der fixen Behandlungs- und Mindestbehandlungsdauer, die Anpassung der Position 7354 an die demographische und medizinische Entwicklung, die Einführung von neuen Tarifpositionen (Bericht, Austausch mit Zuweiser/-innen, multiprofessionelle Vernetzung) und die Vergütung der Ziffer 7311 bei Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Altersjahr.

Wie PP sind zahlreiche Leistungserbringer (beispielsweise KS-LU (Kind), Theramisu und zeka) der Meinung, dass der Physiotherapietarif zur Deckung der Kosten der physiotherapeutischen Leistungen für Kinder nicht ausreiche, womit die Existenz entsprechender Zentren ohne Unterstützung durch Spender oder Quersubventionierung in den Spitälern praktisch unmöglich werde. Die Vernehmlassungsvorlage stelle die Bereitstellung von physiotherapeutischen Behandlungen für Kinder in Frage. Sie bedauern, dass ein Teil der Leistungen der Physiotherapeutinnen und -therapeuten (Leistungen in Abwesenheit des Patienten) nicht vergütet würden und ihre Tarife ein Viertel tiefer seien als jene der Ergotherapeutinnen und -therapeuten, deren Ausbildung vergleichbar sei.

Eine sehr grosse Zahl von Physiotherapeutinnen und -therapeuten, welche die Stellungnahme des SVFP und von physioswiss eingereicht haben, hat dieser hinzugefügt, dass die Leistungen der Physiotherapeutinnen und -therapeuten bereits heute im Vergleich zu anderen Gesundheitsberufen, insbesondere zu den Ergotherapeutinnen und -therapeuten, ungenügend vergütet würden. Viele weisen auf das erforderliche Ausbildungsniveau, die anstrengende Arbeit oder die Bedeutung der Physiotherapie für die Patientinnen und Patienten hin. In zahlreichen Antworten wird die Ansicht vertreten, dass es für die Physiotherapeutinnen und -therapeuten wie für die Ärztinnen und Ärzte und andere Leistungserbringer möglich sein sollte, die Leistungen in Abwesenheit des Patienten zu verrechnen, da die berufsübergreifende Koordination immer wichtiger werde. Aus Sicht vieler gefährdet die Vorlage des Bundesrates ihre berufliche Zukunft und den Zugang der Bevölkerung zu physiotherapeutischen Behandlungen.