Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2017/83: Etappe 2 des Sachplans geologische Tiefenlager · 202 Seiten

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Sachplan geologische Tiefenlager

zur Verpackung der Brennelemente enthalten dürfe und dass sie soweit möglich abzusenken und zu überdecken sei.

Eine weitere Einzelperson ist mit dem Ergebnis der Beurteilung von Raumplanung und Umwelt einverstanden.

Zahlreiche Gemeinden, Organisationen252 und Einzelpersonen halten fest, dass das Standortareal ZNO-6b raumplanerisch ungünstig liege, weil auf das strategische Interessengebiet Trinkwasserversorgung des Kantons habe Rücksicht genommen werden müssen. Provisorische Ergebnisse der Grundwasseruntersuchungen legten nahe, dass bessere Standortareale existierten, welche sowohl das Grundwasser nicht tangierten wie auch die Einsehbarkeit verringerten. Darum sei es verfrüht, das Areal als Zwischenergebnis festzulegen. Die Gemeinden Gailingen am Hochrhein, Marthalen und Schlatt TG und sind gegen die Festlegung des OFA-Areals ZNO-6b als Zwischenergebnis. Schlatt TG wehrt sich auch gegen die Platzierung jeglicher OFI auf seinem Gemeindegebiet und lehnt Bautransporte auf ihrem Strassennetz ab.

Die ZPW ist der Ansicht, dass das OFA-Areal nicht festgelegt werden könne, bevor nicht die laufenden Grundwasseruntersuchungen abgeschlossen seien und die Möglichkeit eines anderen Standortes für die BEVA geprüft sei. Zudem beanspruche das Areal zu viele FFF und im Übrigen widerspreche die Anlage der bestehenden, rechtsgültigen Raumplanung. Die Gemeinden Benken ZH, Henggart und Neunkirch, die Grünen SH, Grüne Weinland sowie zahlreiche Einzelpersonen fordern eine detaillierte Untersuchung der Grundwasservorkommen im Bereich Isenbuck/Berg, bevor die OFA endgültig platziert werde. Ebenfalls vorher zu definieren seien der Zugang unter Tage, der Standort der heissen Zelle und der Lagertyp.

Benken ZH möchte, dass auch der Standort ZNO-1 geprüft wird. Eine Einzelperson ist der Ansicht dieses Areal sei besser geeignet als ZNO-6b.

Der Kanton ZH beantragt, die Beurteilung von Raumplanung und Umwelt um die Aussagen «Verluste von FFF, Beeinträchtigung eines Wildtierkorridors regionaler Bedeutung und einer Migrationsroute für Amphibien (ökologische Vernetzungsachse) sowie Zweckentfremdung von Waldareal» zu ergänzen.

Grüne SH, Grüne Weinland und zahlreiche Einzelpersonen favorisieren einen Standort der heissen Zelle beim Zwilag in Würenlingen.

Laut den Grünen Winterthur müsse aus sicherheitstechnischen Gründen für das OFA-Standortareal ein Bereich von 10 bis 30 km2 vorgesehen werden.

Eine Einzelperson meint, der Standort ZNO-6b sei für das Weinland und die Bevölkerung wenig geeignet und müsse unter Einbezug neuer geologischer und hydrogeologischer Untersuchungen optimiert werden. Eine weitere Einzelperson moniert, dass das Standortgebiet ein BLN-Objekt tangiere, jedoch im Gegensatz zu JO bei ZNO nicht auf diese Thematik eingegangen werde.

Mehrere Organisationen253 und zwei Einzelpersonen verlangen, dass der durch den Bau verursachte Verlust von Kulturland durch Aufwertungen in den Kiesgrubenarealen von Marthalen und Rheinau zu kompensieren ist.

252 Benken ZH, Dachsen, Diessenhofen, Feuerthalen, Gailingen am Hochrhein, Henggart, Marthalen, Rheinau, Schlatt TG, Thalheim, Truttikon; Grüne SH, Grüne ZH, Grüne Weinland, SP SH, SP ZH, SP Beringen, SP Stein am Rhein, SPD Singen; Hochrhein Aktiv, Kernfrauen, KLAR! Schweiz.

253 SVP Benken, SVP Bezirk Andelfingen, SVP Buch am Irchel, SVP Dachsen, SVP Henggart, SVP Marthalen, SVP Stammertal, SVP Trüllikon.