Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2017/83: Etappe 2 des Sachplans geologische Tiefenlager · 202 Seiten
Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 49Fedlex · Ergebnisbericht
Sachplan geologische Tiefenlager
Jura-Südfuss
Gemäss dem Kanton SO und einer Einzelperson sei die Zurückstellung von JS richtig und nachvollziehbar, weil begründete Vorbehalte zu den Kriterien der Mächtigkeit bestünden und die wichtigen Rahmengesteine zum Teil fehlten. Die Effinger Schichten seien als Wirtgestein ausgeschlossen worden und nicht weiterzuverfolgen. JS weise markante sicherheitstechnische Schwächen auf. Mit der Festlegung des OFA-Standortareals JS-1 ist der Kanton SO einverstanden. Die Grünen AG, NWA Schweiz, NWA AG und zwei Einzelpersonen fordern die Entlassung von JS – entsprechend seien die Festlegungen zum Standortgebiet JS und zur OFA wegzulassen und die Planungen zu verwerfen.
Jura Ost
JO sei geeignet für ein gTL, weshalb der Standort weiterverfolgt werden soll (Döttingen, Freienwil, KKG, swissnuclear sowie eine Einzelperson). Mehrere Gemeinden101, Brugg Regio, ZurzibietRegio und mehrere Einzelpersonen betonen, dass sie zwar grundsätzlich kein gTL in der Region JO wünschen würden, die behördliche Überprüfung des 2x2-Vorschlags der Nagra jedoch die Festlegung von JO als Zwischenergebnis und die vertieftere Untersuchung in Etappe 3 nahe lege. Hingegen fordern die Grünen AG aufgrund mangelnder Eignung des Standortgebietes JO für ein gTL, das Standortareal in Villigen im Ergebnisbericht wegzulassen. NWA Schweiz, NWA AG und mehrere Einzelpersonen fordern mit derselben Begründung den gänzlichen Verzicht auf das Standortgebiet JO. Sie begründen dies mit dem bislang enttäuschend verlaufenen Verfahren, bekannten geologischen Risiken für ein gTL in JO, der Nähe zum Naturpark und dem Wasserreichtum. Gemäss mehreren Organisationen102 und zahlreichen Einzelpersonen sei der Jurapark Aargau ein Naturpark nationaler Bedeutung. Damit einher gehe eine Verpflichtung für nachhaltige Raumgestaltung sowie eine Chance für regionale Gewerbe und Landwirtschaftsbetriebe. Am Standort JO dürfe daher kein gTL gebaut werden. Gemäss dem Kanton AG seien das OFA-Standortareal JO-3+ sowie der Schutzperimeter im Ergebnisbericht als Vororientierung festzuhalten. JO-3+ wird von Freienwil wegen der Nähe zur Zwilag befürwortet. Mehrere Organisationen103 und zahlreiche Einzelpersonen erwarten, dass die Festlegung von JO-3+ unter Berücksichtigung der dazu geäusserten Vorbehalte der ENHK nochmals hinterfragt werde. VGKA ist mit der Festlegung von JO-3+ grundsätzlich nicht einverstanden.
Nördlich Lägern
Mehrere Kantone104, Diessenhofen, die Grünen Winterthur, das Forum VERA AG/SO, der VSE und drei Einzelpersonen begrüssen, dass das Standortgebiet NL nicht wie von der Nagra vorgeschlagen zurückgestellt, sondern auf Empfehlung von ENSI, EGT und KNS in Etappe 3 weiter untersucht werden solle. Buchberg, Neuhausen am Rheinfall, Rüdlingen, B90/Grüne Waldshut, KPgT und Pro Ehrendingen erachten es aufgrund der von ENSI und AdK dokumentierten Erwägungen als richtig, das Standortgebiet NL nicht zurückzustellen. Es aber trotz fehlender Datengrundlagen als Zwischenergebnis festzulegen,
101 Birmenstorf, Böttstein, Bözen, Effingen, Elfingen, Hausen AG, Hornussen, Mönthal, Oeschgen, Remigen, Riniken, Rüfenach, Veltheim, Villigen, Villnachern, Windisch.
102 SP AG, SP Bezirk Baden, SP Bezirk Brugg; IG BoB, KAIB.
103 SP AG, SP Bezirk Baden, SP Bezirk Brugg; IG BoB, KAIB.
104 BL, NE, SH, TG.