Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2017/92: Beiträge des Bundes an die Olympischen und Paralympischen Winterspiele «Sion 2026» · 51 Seiten
Fedlex · Erläuternder Bericht · Seite 29Fedlex · Erläuternder Bericht
Die Ausgaben für die temporäre Infrastruktur in den Sportstätten und Unterbringungsorten sind das Ergebnis von detaillierten Bottom-up-Berechnungen auf der Basis der jeweiligen Machbarkeits- und Risikoanalysen. Diese erfolgten pro Austragungsort und in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Behörden sowie mit Ingenieuren vor Ort. Sie umfassen den Aufbau, die Mietdauer sowie den Rückbau aller temporären Anlagen. Insgesamt ergeben sich Kosten von 267 Millionen Franken.
Für die Administration (Miete Büroräumlichkeiten, Ausstattung, juristische Dienste, Versicherungen, Beschaffungen) sind 62 Millionen Franken budgetiert.
Die im Budget vorgesehenen 91 Millionen Franken dienen der Sicherung der Nachhaltigkeit und des Vermächtnisses der Spiele.
Für die Gewährleistung der Sicherheit innerhalb der Sportstätten, welche hauptsächlich von privaten Sicherheitsdiensten gewährleistet wird, sind 106 Millionen Franken budgetiert. Berücksichtigt ist der unterschiedliche Bedarf an Sicherheitsleistungen in den Phasen der Vorbereitung (ab 2. Quartal 2025), der Durchführung und der Beendigung der Winterspiele (bis 2. Quartal 2026). Die Ausgaben für die Gewährleistung der Sicherheit im öffentlichen Raum sind im Sicherheitsbudget (vgl. Ziff. 4.3.3) budgetiert.
Die Ausgaben für die medizinische Behandlung und Betreuung der Athletinnen und Athleten sowie der akkreditierten Begleitpersonen betragen 30 Millionen Franken. Der medizinische Dienst umfasst ebenfalls alle Massnahmen im Bereich Antidoping.
Für die Kommunikations- und Marketingmassnahmen sind 90 Millionen Franken budgetiert. Eingeschlossen sind die Kosten für Marketing- und Kommunikationsdienstleistungen, die im Zusammenhang mit der Präsentation des Anlasses im In– und Ausland anfallen. Ebenfalls enthalten sind Kosten, die im Rahmen der Lancierung des nationalen Sponsoringprogramms und für Marketingmassnahmen im Zusammenhang mit dem Ticketverkauf entstehen.
Das Budget sieht weiter Ausgaben an das IOC und an das Nationale Olympische Komitee vor, die zur Abgeltung der Nutzung der kommerziellen Rechte („Olympische Ringe“) anfallen. Weiter entstehen Ausgaben aus einer Abgabe an das IOC für die Durchführung des TOP-Sponsorenprogramms, aus welchem wiederum erhebliche Beiträge an das Organisationskomitee zurückfliessen. Für diese Ausgaben sind im Budget 94 Millionen Franken budgetiert.
Für das Kulturprogramm und die Zeremonien sind Ausgaben von 54 Millionen Franken vorgesehen.
Die Reserven im Durchführungsbudget betragen 215 Millionen Franken.
Im Budget nicht enthalten sind zurzeit die Steuerfolgen des Projekts. Das Kandidaturkomitee hat ein Expertengutachten zu den steuerlichen Auswirkungen des Projekts in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse stehen noch aus. Soweit daraus gegenüber dem Budget Mehraufwendungen entstehen, sind diese insbesondere durch Mehreinnahmen auszugleichen. Eine allfällige Kompensation dürfte nicht zu Lasten der für das Vermächtnis budgetierten Mittel vorgenommen werden.
.