Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2017/92: Beiträge des Bundes an die Olympischen und Paralympischen Winterspiele «Sion 2026» · 51 Seiten

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ge (Paralympics). Zusätzlich sind die Kosten für die Miete einer Flotte von 2000 Fahrzeugen über eine Periode von 40 Tagen resp. 1000 Fahrzeugen über 25 Tage (Paralympics) berücksichtigt. Die entsprechenden Bedarfs- und Kostenschätzungen resultieren aus dem Verkehrskonzept, welches das Kandidaturkomitee zusammen mit Verkehrsplanern erarbeitet hat. Ebenfalls Bestandteil der Transportkosten ist die Entschädigung der Bahnbetriebe für den in den Eintrittstickets inbegriffenen Gratistransport der Zuschauerinnen und Zuschauer zu den Veranstaltungsorten. Mögliche Kosten für eine allfällige Miete von zusätzlichen Zugskompositionen sind bisher nicht näher bezeichnet und in den Verhandlungen zwischen dem Kandidaturkomitee und den Transportunternehmen über das gesamte Leistungspaket und dessen Abgeltung zu berücksichtigen;

- 54 Millionen Franken für die Unterbringung der Athletinnen und Athleten, ihrer Begleit-

personen, der Verantwortlichen der internationalen Verbände und der Gäste des IOC. Die Unterbringungskosten für die übrigen Gruppen (z.B. nationale olympische Komitees, Vertreter späterer Kandidaturen, internationale Sponsoren, usw.) werden nicht vom Organisationskomitee getragen. Das Konzept basiert auf einem Bedarf von insgesamt 24 400 Übernachtungsmöglichkeiten;

- 50 Millionen Franken für die Verpflegung der Athletinnen und Athleten, ihrer Begleitper-

sonen, der Mitglieder der olympischen und paralympischen Familie sowie der angestellten und freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter;

- 65 Millionen Franken für die Planung und Durchführung sämtlicher Wettkämpfe und

Trainings (inkl. Material, Zeitmessung, Wetterdienste, Pistenpräparation, usw.);

- 33 Millionen Franken für die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Logistik (Mate-

rialbewirtschaftung, Mobiliar, Ausrüstung, Mietkosten Lagerung);

- 33 Millionen Franken für die Deckung der Betriebskosten der Sportstätten (Elektrizität,

Reinigung, Abfall, usw.);

- 63 Millionen Franken für weitere Leistungen rund um die Durchführung der Sportveran-

staltungen und die Beherbergung der Athletinnen und Athleten sowie der akkreditierten Betreuerinnen und Betreuer.

Die Personalkosten machen mit 277 Millionen Franken die zweitgrösste Ausgabenposition im Durchführungsbudget aus. Der Aufbau des Personalbestands erfolgt ab Zuschlag kontinuierlich bis auf 1000 Mitarbeitende im Sommer 2025, zusätzliche 750 Personen werden im letzten halben Jahr vor der Durchführung der Spiele angestellt. Nach den Spielen wird der Personalbestand rasch abgebaut, rund 25 Personen arbeiten bis ins Jahr 2027 für die Organisation. Die Kalkulation der Saläre basiert für die verschiedenen Personalstufen auf marktüblichen Ansätzen in der Schweiz. Neben den entlohnten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird mit dem Einsatz von 20 000 freiwilligen Mitarbeitenden gerechnet. Die Kosten für deren Ausrüstung, Bekleidung und Schulung sind in dieser Budgetposition ebenfalls berücksichtigt.

Die Kosten im Umfang von 251 Millionen Franken für die Technologie zur Durchführung des Anlasses umfassen die Bereitstellung und Nutzung der Infrastrukturen im Bereich der Informatik, der Telekommunikation und des Internets. Die budgetierten Ausgaben wurden unter Beizug von Schweizer Telekommunikationsexperten ermittelt. Das IOC plant, im Rahmen der Agenda 2020 IT-Unterstützungslösungen für die Organisation von Olympischen Spielen zu entwickeln, welche zu einer Reduktion der Kosten bei zukünftigen Organisationskomitees führen sollen. Die entsprechende Unterstützung durch das IOC ist in den vorliegenden Budgetpositionen mitberücksichtigt.