Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2017/92: Beiträge des Bundes an die Olympischen und Paralympischen Winterspiele «Sion 2026» · 51 Seiten

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aber durchaus gegeben, gelten die Winterspiele neben der FIFA-Fussballweltmeisterschaft und den Olympischen Sommerspielen doch als eine der attraktivsten und beliebtesten Sponsoring-Plattformen.

Den budgetierten Einnahmen von 185 Millionen Franken aus dem Ticketverkauf liegen Annahmen zum Auslastungsgrad der Veranstaltungen und zur Höhe der Ticketpreise zu Grunde. Die Ticketpreise und -kategorien sollen so ausgestaltet werden, dass allen interessierten Zuschauerinnen und Zuschauern ein Besuch der Veranstaltungen möglich ist – also beispielsweise auch Familien. Aufgrund der hohen Beliebtheit der olympischen Wintersportarten in der Schweiz und im benachbarten Ausland wird mit einem durchschnittlichen Auslastungsgrad der Veranstaltungen von 87 Prozent gerechnet.

Aus dem Verkauf von Merchandising-Produkten werden Einnahmen von 32 Millionen Franken erwartet. Weitere Einnahmen im Umfang von 57 Millionen Franken resultieren aus dem Verkauf weiterer kommerzieller Nutzungsrechte (z.B. Verkauf der Medienrechte Paralympics, Veräusserung von Werbeflächen).

4.2.3 Finanzierungslücke sowie Chancen und Risiken im Durchführungsbudget (OCOG-Budget)

Aus den obenstehenden, unter Einbezug des verfügbaren Expertenwissens ermittelten Schätzungen der Einnahmen und Ausgaben resultiert eine Deckungslücke im Durchführungsbudget von 827 Millionen Franken.

Bei einem fast neun Jahre vor dem betreffenden Anlass erstellten Budget bestehen zwangsläufig finanzielle Chancen und Risiken. Diese sind bei den weiteren Vorbereitungsarbeiten zu berücksichtigen und zu bewirtschaften.

Die Hauptchancen liegen bei den Einnahmen aus den Beiträgen des IOC, welche gemäss dessen vorsichtigen Planvorgaben ins Budget aufgenommen wurden und bei welchen aufgrund der Erfahrungen aus vorangehenden Spielen Erhöhungspotenzial besteht. Chancen bestehen auch auf der Ausgabenseite. Sie liegen in der erhöhten Flexibilität des Ausrichters bei der Anpassung des Konzepts an die vorhandenen Möglichkeiten und zusätzlichen, durch das IOC im Rahmen der Agenda 2020 in den nächsten Jahren zur Verfügung gestellten Unterstützungsleistungen.

Die Hauptrisiken bestehen bei den Einnahmen aus dem nationalen Sponsoring, da diese von den Verhältnissen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und des Sponsoringmarktes zum Zeitpunkt der Austragung abhängig sind. Auf der Ausgabenseite bestehen die Risiken in unvorhergesehenen Kosten, welche im Rahmen der Konkretisierung der Planung mitberücksichtigt werden müssen. Diesen ist mit der Schaffung der geeigneten strategischen und operativen Führungsstrukturen (siehe Ziff. 6.2) sowie Instrumenten zur Kostenkontrolle und Einhaltung der Budgetdisziplin entgegenzuwirken.